9 Nov 2018

Res Publica, die öffentliche Sache

Submitted by Heinz

Eine Initiative von Robert Menasse und Ulrike Guérot

NDR-Kultur: Robert Menasse will Europäische Republik ausrufen

Am 9. November 1918 wurde Willem Zwoo aus dem Land gejagt und damit endete der Feudalismus. Allerdings war erst einmal Konfusion und der Hang zu Ruhe und Ordnung verhinderte die Kritik des Beamtenstaates als Herrschaftsinstrument der Fürsten – bis heute.

Darum ist die Debatte der Res Publica für ganz Europa heute wichtig, damit Europa ein Ort für die Zivilgesellschaft wird und nicht nur für selbst ernannte Eliten in Wirtschaft und Politik.

Kommentare

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Eine Art gute Reichsbürger ...

"In dem Manifest, das in 25 Sprachen übersetzt vorliegt, erklären Sie den Europäischen Rat für abgesetzt und Sie übertragen dem Europäischen Parlament die gesetzgeberische Gewalt. Das ist symbolisch, hat auch fast etwas Komisches. Wird da die Kunstaktion ein bisschen zu einer Spaßaktion?"

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Hat etwas Komisches
 

»Reichsbürger« sind das eher nicht. Auch die »Übertragung« der gesetzgebenden Gewalt an das Europäische Parlament dürfte eher symbolisch gemeint sein, weil es ein qualifiziertes EU-Parlament noch gar nicht gibt. Das Scheinparlament des Zweckverbandes EU ist nicht von den EU-Bürgern in gleichen Wahlen gewählt worden. Weder gibt es eine Verfassung und auch kein gemeinsames Wahlrecht und ein gemeinsames qualifiziertes Plebiszit schon gar nicht.

Sowohl für ein Parlament, als auch für andere Organe einer Republik fehlt der EU bisher jegliche Grundlage. Der erste Versuch für eine Verfassung der EU ging schief, weil die Politiker sich einen Nationalstaat Europa schaffen wollten, der gegen die großen Staaten dieser Welt anstinken kann. Wir brauchen aber keine großen Staaten, sondern Gebietsverwaltungen, die für ihre Bürger da sind. Sowas funktioniert nur auf lokaler und bestenfalls noch auf regionaler Ebene. Alle politischen Ebenen darüber sind zu weit von den Bürgern entfernt und verfolgen eigene institutionale Zwecke, die den Interessen der Bürger zuwider handeln.

Bestenfalls zum Party machen taugt die heutige Scheinregierung der EU – Prost!

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.......der vorigen Ausrufung der Republik sind bisher noch ungeklärt.

Siehe: http://www.taz.de/Liebknechts-Ausrufung-der-Republik/!5546733/

Als gesichert darf es jedenfalls gelten, das Scheidemann - der den kaiserlichen Reaktionären nie ernsthaft ihre Befugnisse beschneiden wollte - die (getürkte???) Proklamation einer Republik spielerisch überlebte.

Immerhin ernst genommen wurde dagegen die Ausrufung der Republik durch Karl Liebknecht?

Jedenfalls offenssichtlich so ernst, das er er und Rosa am 15. Januar 1919 ermordet wurden.

 

So besehen ist Menasse durchaus lebenstüchtig genug um sich nur auf den Clown Scheidemann zu berufen?

Für seine Lebenserwartung ist das sicher nützlich.

 

Vor die Erledigung der "öffentlichen Sache" durch die Selbstorganisation von Arbeiter und Soldatenräten wurde damals ein Noske geschaltet.

Als Garant für selbst ernannte Eliten in Wirtschaft und Politik.

Das die bis heute regieren ist alles andere als ein Zufall und wird sich frühestens dann ändern, wenn sich das Wahlvieh endlich von den elitären politischen Vorturnern (Clowns) emanzipiert - statt an deren fantasievolle Geschichtsschreibung zu glauben.

Eine Zivilgesellschaft mitten im Krieg (Klassenkampf) der eltären von oben gegen die unten ist, als reformistischer Tagtraum, noch immer nicht ausgeträumt?

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Mythos & Wirklichkeit
 

In der frühen West-BRD hatten wir noch den Traum vom Sozialen. Ursächlich dafür war der Wiederaufbau nach dem »Totalen Krieg« und die damit prosperierende Wirtschaft. Ursächlich war aber auch der Bedarf an Werktätigen, die dann aus allen Winkeln Europas herangekarrt werden mußten. Spätestens Mitte der 1970er Jahre war der Traum ausgeträumt, als Helmut Schmidt die Wirtschaft auf das neoliberale Paradigma  umprogrammierte, das bis heute andauert.

Allerdings haben Träume ihre Eigendynamik und darum träumen wir weiter vom Sozialen, von dem sich die Sozis längst verabschiedet haben, weil die nur noch an ihren Sesseln kleben.

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Der Traum vom Sozialen
 

Es gibt nichts gutes, außer Mensch tut es......

Sozenträume, vom besseren Leben für Funktionäre,  sollen sich allmählich einmal ebenso ausgeträumt haben wie die von den Übergangsgesellschaften durch elitäre Stalinisten.

Was bleibt ist die Kernfrage:

was soll der ganze Scheiß?

Ob die Sozen, die Nazis oder die Stalinisten schöner an den Sesseln kleben / klebten ist nachrangig.

Mir wär's schon wichtig das gefrässige Umverteilungspack käme endlich einmal in der Produktion von allgemeinem Wohlbefinden an den persönlichen Start.

Grundproblem dieser übermässig gesättigten (gedanklich verfetteten!) Spezie ist es ihre Nützlichkeit durch Diebstahl an den sozial Produktiven unter Beweis stellen zu müssen - also eine Frage der systematik

Das wird so nie nicht was - außer wir befreien (auch) diese Trübsinnigen endlich von ihrer unsäglichen "Verantwortung" für die Verantwortungslosigkeiten ihrer dummdreisten "Wohltaten".

Sozial ist was unmittelbar menschliche Bedürfnisse deckt - alles was an den gewinnbringenden Zwischenhandel und persönlichen Aufstieg denkt kann nur asoziales Dreckspack sein.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Träume & Schäume
 

 

German General Election 2017

politischer Kompass

rechts ist a- (nti) -sozial

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2018 November 10, Eine kleine Auswahl:


 

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Das die Revolutionäre die Willem Zwoo verjagten es auf eine Republik anlegten ist eine heute durchaus gängige These, gleichzeitig aber sehr fragwürdig.

Auch das der Feudalismus mit Republik endete erscheint nicht allzusehr glaubwürdig, verzichtet Mensch auf die diversen Zweck-Lügen die über die Abläufe vor 100 Jahren von den bis heute involvierten Parteilichkeiten und ihren machtgeilen Funktionärskörpern ausgeteilt werden.

Das diese sich damals mit den bewaffneten Armen des Feudalismus, statt mit den revolutionären Anliegen der Bevölkerung, verbrüderten muss in aller Deutlichkeit betont werden. Das diese Systematik, entgegen den eindeutigen Anliegen der Bevölkerung,  von den funktionellen Leerkörpern bis heute so betrieben wird, ist offensichtlich.

Die Besiedlung des bürokratischen Monsters EU durch haargenau diese Funktionär-Kasten hat diesen historischen Irrweg nur weiter verdeutlicht. Die allgemeine Verbundenheit die der bewusste Europäer als Mensch inzwischen fühlt, können die Funktionärs-Riegen in der reale existierenden EU (von Oettinger bis zum vorgeblich roten Daniel) nur als zynische Karrikatur vorführen.

Diese herrschende Geschichtsschreibung ist allein der Kumpanei der Lüge regierender "Demokraten" geschuldet - war  noch nie eine ernsthafte Möglichkeit zur Lösung der sozialen Frage - ist allein der Restauration feudaler Strukturen gewidmet.

Was 1918, gegen den Widerstand parteilicher Funktionäre, an allgemeiner  Gleichheit & Wertigkeit von den Revolutionären fest in den menschlichen Köpfen verankert wurde, ist bis heute den systematischen parteilichen Mißdeutungen unterworfen - wird als angeblich alternativlos von diesen kriminellen Banden als "Demokratie" verhökert.

Die "Republik" - eben auch die europäische - sichert allein die undemokratische Herrschaft einer letztlich feudalistischen Nomenklatura der REPRÄSENTATION.

Deren "Ordnung" und eine Macht die von gleichberechtigten Menschen ausgeht sind absolute Gegensätze.

 

"Und so ist es bis heute geblieben: „Wir lassen der Klein-Oma gern ihr Häuschen“, singt die Sozi-Bande. Das Eigentum ist die heilige Kuh dieser Gesellschaft und damit natürlich auch der Sozialdemokratie, die in der Vergangenheit für jede Sauerei zu haben war, von Hartz IV bis zu verschärften Abschiebungen und Krieg. Wer auch nur von Ferne über irgendeine Form von Verstaatlichung nachdenkt, ist für diese Herrschaften ein Bolschewist, vor dem gewarnt werden muss. So gehört die SPD mit den Grünen und leider auch weiten Teilen der Linkspartei zu den systemerhaltenden Kräften – und das in einer Zeit, in der die Schizophrenien dieser „Ordnung“ für keinen mehr zu übersehen sind."

http://lowerclassmag.com/2018/11/novemberrevolution-und-sozialdemokratie/

Die aufständischen Opfer konnten sie begraben, aber nicht deren fortwirkendes Gedankengut der Selbstorganisation ohne den parasitären Zwischenhandel parteilicher Übermenschen:


"1918: Vom Kieler Matrosenaufstand zur Novemberrevolution

Im November 1918 wurde in Kiel deutsche Geschichte geschrieben: Matrosen und Arbeiter zogen in Demonstrationszügen durch die Stadt. Zuvor hatten Matrosen vor Wilhelmshaven den Befehl verweigert, in eine Schlacht gegen England zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt war der Erste Weltkrieg quasi schon verloren - Friedensverhandlungen waren auf dem Weg. Die Marine ging gegen die Männer vor, die aus ihrer Sicht Meuterer waren. Einige Schiffe wurden zurückverlegt nach Kiel, auch dort wanderten einige Matrosen ins Gefängnis. Die demonstrierenden Arbeiter und Soldaten forderten vor allem ihre Freilassung, Veränderungen in der Marine und vor allem in Politik und Gesellschaft. In Kiel lösten Arbeiter- und Soldatenräte die Militärmachthaber ab. Aus dem Aufstand entwickelte sich die Novemberervolution, in deren Verlauf die Weimarer Republik ausgerufen wurde."

https://www.ndr.de/kultur/geschichte/Vom-Kieler-Matrosenaufstand-zur-Novemberrevolution-1918,matrosenaufstand132.html

 

9. November 1918: Es ging um Räte als Alternative zur bürgerlichen Demokratie

 

 

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Warum gerade aufgeblasene Clowns (Parteifunktionäre) dazu geeignet sein sollen Menschen daran zu hindern übereinander herzufallen - welches geheime Ritual sie, wie auch die darstellend "demokatischen" Gewaltmonopolisten, zu übermoralischen Akteuren ernennt - werde ich nie verstehen.

Mensch bedarf einer gewalttätigen Kontrolle um sein animalischen Triebe zu zügeln - die Zügler und die Kontrollettis sind offenbar automatisch in der moralischen Oberliga, aber wodurch nur - welcher mir bisher unbekannte geniale Mechanismus erhebt sie über die debile Masse??????

Sollte es überlegene Dummheit der 51% aller Legastenikerkreuze sein die diese Wandlung (rituelle Spontanheilung?) bewirken kann?

 

"Symptomatisch auch, dass Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zwar die Revolution lobt und durchaus zutreffend beschreibt, aber im selben Atemzug erklärt, heute seien wir weit davon entfernt, Verhältnisse zu haben, die eine Gegenwehr mit Gewalt erforderten. So lange sie in Talkshows hofiert wird, sicher nicht… Und symptomatisch, dass ein SPD-Politiker, der Schleswig-Holsteiner Björn Engholm, als weiterer Kommentator die Untaten von Noske relativieren darf. Dass diese Partei auch nach 100 Jahren nicht den Mumm hat, sich von den Verbrechen und Verbrechern in ihrer Geschichte klar zu distanzieren, das sagt alles über ihren Zustand und ihre Rolle im System.

Als Steigbügelhalter haben die Sozis ausgedient, da werden sie von den Grünen ersetzt, die einfach unverbrauchter und frischer sind und deren Personal besser aussieht. Die sind hip, die Grünen, und wissen halt, wie man flott was twittert oder auf Youtube hochlädt und dass „Insta“ keine Tütensuppe ist. Und ihr Spitzenmann neben Annalena Baerbock, der „Küsten-Kennedy“ Robert Habeck, kommt aus der Matrosenstadt Kiel. Nur meutern – da können sich die Herrschenden sicher sein – meutern wird er nicht." 

http://lowerclassmag.com/2018/11/novemberrevolution-und-sozialdemokratie/

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Das ist die fatale Geschichte und die Situation heute. Selbst aus anarchistischer Sicht kannst du ein Gebiet wie Europa nicht einfach sich selbst überlassen; letztlich wäre das ein Paradies für das wirtschaftsliberale Erbrechen. Lies einmal Murray Bookchin, der hat sich vom strikten Anarchismus distanziert und proklamierte einen Kommunalismus. Den hatten wir hier aber schon im Mittelalter, als sich die Gemeinden bildeten und die niedere Gerichtsbarkeit selbst organisierten.

Das Balcony Projekt will aber mehr:

Zweifelsfrei wird es eine Gebietsverwaltung in Europa geben müssen.

  • Ein gemeinsames Europa der Regionen, wohlgemerkt ganz Europa, und nicht nur diesen kümmerlichen EU-Kladderadatsch.
  • Das erfordert Kommunen und Regionen, die ihre sozialen und politischen Angelegenheiten vorwiegend selbst regeln, also ein funktionierendes Subsidiaritätsprinzip. Sowas steht auch heute schon in allen Verfassungen von Bund, Land, Kommune und sogar bei der EU, nur hält sich keine Sau dran.
  • Eine Republik Europa wird also anders organisiert sein müssen, als die heutigen Zentralstaaten.

Homepage Europäische Republik - Europäische Republik

Eine Vision:

republik europa

Quelle: europeandemocracylab.org