9 Mai 2018

Kein Blogtext zum 8/9 Mai ?

Submitted by ebertus

Dann soll es aus gegebenem Anlaß hier ein kurzer Text schon sein. Wo doch die Termiten und was das Gedenken im Treptower Park angeht, sich seit 2015 in guter Tradition bewegen.

Auf meiner aktuellen Tour in Richtung Norden, der Fähre von Travemünde nach Helsinki waren es -nach den Autokennzeichen geschätzt- rund 50 Prozent Russen, welche diese Variante wählten.. Und von meinem aktuellen Campingplatz in Hamina, östlich von Helsinki sind es gerade mal nocch 300 Kilometer bis St. Petersburg.

Ich frage mich so ganz spontan, warum die russischen Biker, die Nachtwölfe sich das immer wieder antun, den Versuch einer Fahrt durch Polen.

Kommentare

Bild des Benutzers Heinz

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«Fragen ist gut, Antworten nicht immer möglich,»

es gibt Leute, die klettern auf hohe Berge, tauchen in tiefe Ozeane, oder wohnen auf der ISS. Sogar Leute soll es geben, die im Sommer durch Finnland reisen und sich von Mücken fressen lassen smiley

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https://www.youtube.com/watch?v=IfFDCUgL7xc

"Russland ist sich über die Ernsthaftigkeit der heutigen Weltbedrohungen im Klaren, hat der russische Präsident Wladimir Putin bei seiner Ansprache während der Siegesparade in Moskau am Mittwoch gesagt. Hinter diesen Gefahren lauere dieselbe hässliche Fratze von Egoismus, Intoleranz, aggressivem Nationalismus und dem Anspruch auf Einmaligkeit. "

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Neben dem oben in einem Kommentar von Marie eingestellten atmosphärischen Video hier noch vier weitere:
 

Ken Jebsen

Gabi Weber

Owe Schattauer

Wolfgang Bittner


Und dazu mein aktueller Bezug: Auf der Straße in Richtung St. Petersburg, dem ehemaligen Leningrad. Nie wieder!
 


Östlich von Helsinki, keine 300 Kilometer ..., und wie schon auf der Fähre, so sind auch hier viele Russen unterwegs. Obwohl das Verhältnis zwischen Finnland und Russland historisch gesehen auch nicht so harmonisch war. In Karelen, wo es mich diese Tage herumtreibt, da gab es sehr intensive kriegerische Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern; zeugen hier diverse Gedenkstätten noch von diesen Zeiten.

Mein einer Onkel war in Stalingrad, mein anderer Onkel in Norwegen. Und mein Vater war in Tschechien.

Was haben die drei dort gemacht? Was hatten sie dort zu suchen???


Heute bin ich (hier) ebenfalls unterwegs; habe hier eigentlich nichts zu suchen, oder?


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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Videos zum 9. Mai
 

Persönlich gar nichts.

Wir haben alle den gleichen Hintergrund, weil Regierungen – bis heute – als Gebietskörperschaften nicht nur das ihnen anvertraute Gebiet verwalten, sondern die Menschen – als Objekte – gleich mit. Damit entmachten die ihre Zivilgesellschaft, von der sie gewählt wurden.

Was suchen wir?

Wir versuchen zu verstehen, wie diese Dinge zusammenhängen und wie wir persönliche Konsequenzen daraus ziehen können.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Videos zum 9. Mai
 

doch schon selbst gegeben: offensichtlich schöne Landschaften. Unsere Väter haben ihre "Besichtigungen" allerdings unter anderen Umständen gemacht und darauf hätten sie wohl gerne verzichtet.

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Antwort auf pleifel  zum Kommentar Du hast die Antwort
 

Im Nachhinein mit Sicherheit.

Nur bin ich mir keinesfalls sicher, ob nicht einige, die damals im Sportpalast zu Berlin und anderswo mitgejubelt haben, das nicht sogar ernst meinten, dahinter standen. Es ist nicht einfach so über uns doch eigentlich Gute gekommen.

Wie das damals -als eine Facette nur- gelaufen sein kann, das mag man heute daran studieren, wie das Feindbild "Russland" wieder neu aufgebaut wird; eher dezent noch von den maßgebenden Politikern, dafür und insbesondere jedoch von den großen Medien und allen voran -aus meiner Sicht- die Grünen und die olivgrüne (ehemals) linke taz..

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sondern von der italienischen linken - die genau wie die deutschen eine faschistische diktatur erlebt hat - sich aber SELBST von ihr befreit hat ... also keine befreiung von außen benötigt hat ... und wohl genau das an erkenntnis hat, was den deutschen fehlt ...

KenFM im Gespräch mit: Domenico Losurdo ("Wenn die Linke fehlt...")

"Die Begriffe „Links“ und „Rechts“ sind in der politischen Diskussion eher neu. Griechen und Rom kannten sie nicht und brauchten sie auch nicht. Wer etwas zu sagen hatte, wer die Befehle gab, war in der Regel vermögend. Gehorchen mussten all jene, die ohne Reichtum, Land oder Beziehungen waren. Geld regierte auch damals im Wesentlichen die Welt. "

"Die Linke als politisch relevante Macht fehlt, aber sie fehlt vor allem, weil sie intern versagt hat. Unterwanderung durch die Eliten ist ein Punkt. Ein weiterer ist der Neid im eigenen Lager. Linke, gedrillt in Kaderschmieden und geschlossenen Zirkeln, gönnen links denkenden Freelancern, die ungefragt ihre Ideen des Wandels äußern, die Butter auf dem Brot nicht. Wer den Hass der Linken auf alles was rechts oder rechtskonservativ ist steigern will, muss sich als Linker ohne von Linken genehmigte Lizenz zum freien Denken zu erkennen geben. Dann wird er in einer Form attackiert, die denen rechter Schlägertrupps in nichts nachsteht. Wer profitiert von dieser Unterwanderung? Wer leugnet sie innerhalb der Linken? Die "imperialen Linken" sprechen sich längst global für "demokratische Kriege" aus und sind damit der neoliberalen Agenda zu 100 % auf den Leim gegangen. Das kommt von der klebrigen Nähe zur Macht. "

https://www.youtube.com/watch?v=EasZCrFjcWQ

Bild des Benutzers Heinz

... hat noch nie nicht jemand etwas gelernt.

Das Thema Linke kontra Rechte sehe ich hier eher skeptisch. Diese Erfindung eines Parlamentspräsidenten der französischen Rvolution ist heute zu sehr überstrapaziert. Folglich ist diese Zuschreibung inhaltsleer geworden und praktische Bedeutung hat sie nur noch für die Sitzordnung im Parlament. Dort allerdings in verkehrter Sichtweise als Zuschreibung des Präsidiums. Aus der Sicht des Parlaments sitzen die Linken also rechts und die Rechten links.

Um auf das Blogthema einzugehen, so haben wir erlebt, daß Rußland verteufelt wurde, weil die internationale Abzockerbande von der Regierung Putin daran gehindert wurde, Russland weiter auszubeuten, ohne daß dieses Land entwickelt wurde.

Welt: Putin eröffnet Brücke zwischen der Krim und Russland

Denke ich an den aktuellen Streit zwischen den USA und China um Stahl und Aluminium, aus dem sich die EU heraus halten will, kommt mir unweigerlich der erste Opiumkrieg in Erinnerung, der von GB wegen eines zu großen Außenhandelsdefizits vom Zaun gebrochen wurde.

Mit Rechts/Links hat das alles nix zu tun.