12 Okt 2017

Propaganda, Kommunikation & zerhackte Tische

Submitted by fahrwax

Essenzen statt Personenkult.

Das die "Scherben" erwähnt werden halte ich nicht für einen Zufall.

Die "Freiheit der Andersdenkenden" für eine unverzichtbare Essenz.

"In dieser Ausgabe von "Der Rote Tisch" befragen wir Ken Jebsen zu den Möglichkeiten und der Verantwortung von Journalisten in Zeiten von Massenmedien und militärischen "Anti-Terror"-Operationen. Wo endet die so vielfach angestrebte Objektivität eines Journalisten und wo fängt subjektive Verantwortung an?

Kommentare

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Die Betrachtung des ablaufenden Filmes als überheblicher Zuschauer ist eine unmoralische, selbstgefährdende Bequemlichkeit?

Oder, Jedem seine "Gute" Insel im Schlechten.........; scheiß auf extrovertierte Insulaner.

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wird nach den Äußerungen von Jebsen bei KenFM&Co. wohl nicht so schnell zu sehen sein.

Und ich müsste jetzt eigentlich 'nen Spagat machen, habe stattdessen beim Zuhören und Zusehen heftig geschmunzelt und auch schon mal zustimmend genickt.

Irgendwo auch hier auf der Website von mir und mehrfach wohl bereits geschrieben: dass Wagenknecht den medialen Mainstream zu deutlich bis beinahe ausschließlich bedient, darüber versucht an ihrem Standing, an ihrer Karriere zu feilen. Das finde ich nicht gut, findet gar mein deutliches Mißfallen.

Nein, sie ist keine Art weiblicher FJS, den die Linkspartei doch irgendwann rufen wird. Sie ist eher ein Feigenblatt ...

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Diese Sarah trägt eine Ähnlichkeit mit sich herum nach der mein liebes Töchterlein benannt ist, wird aber diesen Vorlasten nicht gerecht.

Sie taugt nur zum Feigenblatt ihrer Selbst - ne Soze in Noske'scher Tradition.

Entfremdet von allem und sich selbst - kein Einzelschicksal im "Schlechten".

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Ken ist ein typischer Kreuz-und-Querdenker: erst wirft er alles auf einen Haufen und dann beschwert er sich über die Unordnung. Die nur er als großer EX-ARD-Zampano ordnen könne. Was bei besseren Journalisten Stilmittel in der Anmoderation ist, reicht bei Ken und Co. für stundenlange Selbstbeweihräucherungen. Und die beiläufig-abwertende Erwähnung von Sahra W. ist nun völlig daneben. Denn die Wagenknecht ist eine der ganz wenigen authentischen Gestalten links von "Mutti".

Nicht umsonst haben wir vom "Team Sahra" beschlossen, dass es mit der Teamarbeit weitergehen soll. Denn wenn die CDU so weitermacht, haben wir spätestens im November Neuwahlen. (Und ich bekomme wieder eine Urkunde vom Minister.)

Urkunde

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lieber Hadie, das mit Sahra sehe ich sehr differenziert in meinen pros und cons.

Wenngleich ich noch nicht so schnell mit einer Regierungsbildung (oder mit Neuwahlen) rechne. Es ist und insbesondere bei der als essentielles Kriterium zu berücksichtigenden CSU

"Die Angst des Tormanns beim Elfmeter";

um mal einen Großen der deutschen Nachkriegsliteratur zu ztitieren, gar implizit zumindest einer aktualisierten Interpretation das Wort reden zu wollen. Die CSU, die Wahlen in Bayern im Herbst 2018 im Nacken, sie wird in den nächsten Monaten sehr genau beobachten, ob und wie die AfD sich konstituiert, gar erste Akzente auch im Bund setzt.

Bild des Benutzers ebertus

auch Staatsfunk etc. genannt, da bin ich ähnlicher Meinung wie Ken Jebsen ...

und würde die sog. öffentlich-rechtliche Grundversorgung nicht abschaffen wollen, sondern sie im Sinne dieser Bezeichnung auf das Basale, das Notwendige an Nachrichten, Bildung und Kultur reduzieren.

Ob diese dann deutlich geringeren Kosten direkt steuerfinanziert werden (wie Jebsen das vorschlägt), oder man sich selbstbestimmt und freiwillig für einen geringen monatlichen Beitrag dazu einklinken kann (was eher meine Meinung wäre), das sei mal dahingestellt.

Aus Sicht des Propagandamodells (Noam Chomsky) muss man natürlich konstatieren, das es nach dem zunehmenden Wegbrechen der privatfinanzierten (Print)Medien kaum noch eine andere Möglichkeit systemfrommer Propaganda gibt, als eben dieser zwangsfinanzierte Staatsfunk mit all seinem Beiwerk und  jenseits der Grundversorgung.

Bild des Benutzers Heinz

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gibt es einen anderen Gesichtspunkt und um das zu erläutern, wiederhol ich hier mal die Kurzfassung:

  1. Privatmedien verkaufen Werbung und der Rest ist Füllsel.
  2. Staatsmedien verkaufen (auf unsere Kosten) Parteiwerbung und der Rest ist Füllsel.

Damit will ich nichts über die Qualität der einzelnen Medien sagen, sondern nur den Zweck selektieren, der das Medium begrenzt.

Ein werbender Konzern wird seine Werbung am Erfolg ausrichten, der sich an der nächstbesten Kasse nachvollziehen läßt.

Eine werbende Partei hat die Kontrolle nur nötig, wenn sie nicht von der staatlichen Parteienfinanzierung und den Quoten beim Staatsmedium begrenzt wird; etablierte Parteien also fast nicht. Folglich können die schwafeln, was sie wollen und ihre eigenen Interessen völlig unkontrolliert durchsetzen. Nur begrenzt wird das, wenn sie tatsächlich mal soweit neben den Wählern liegen, daß es sogar denen auffällt.

Bild des Benutzers ebertus

muss auch nur wenig kontrolliert werden.

Insofern bin ich ein Befürworter der öffentlich-rechtlichen Grundversorgung im Sinne dieses Wortes. Wie das technisch und -mehr noch- gesellschaftspolitisch umgesetzt werden kann, darüber mag es unterschiedliche Meinungen geben.

Aktuell gibt es ja erste, erfolgversprechende Ansätze, diesen GEZ-Moloch (und Propaganda ist dabei nur ein Aspekt) ein wenig in die Schranken zu weisen; vom nationalen, wie auch vom EU-Recht her.

Aber wie schon geschrieben, der Niedergang der privaten Printmedien, der weiterhin auf sich warten lassende Erfolg von Paycontent im Netz (auch wenn da im dunklen Wald sehr laut gepfiffen wird), das alles erfordert im Sinne der Aufrechterhaltung des Propagandamodells weiterhin den sog. Staatsfunk.

Bild des Benutzers Heinz

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beißt sich in den Schwanz. Das war die Logik hnter dem Kommentar über die Kontrolle. Private Medien haben ein Finanzproblem, sind also negativ rückgekoppelt; staatliche haben das nicht. Die werfen zum Fenster raus Siehe Fluchhafen BER, Elbphilharmonie, die gesamte Bankenkrise ...

Wer reduziert die staatlichen Medien?

Die Parteien kontrollieren die Medien, besetzen die Posten (Parkplätze für Politiker) und besetzen die Positionen über die Quasselshows. Da war doch mal was, der Dreisatz:

  1. Die Kanzel
  2. Die Göbbelsschnauze
  3. Die Glotze
Bild des Benutzers jose

sagt mir mein bester ratgeber: mein hör- und bauchgefühl. wer so schnell redet, kaum abwarten kann das wort zu ergreifen statt aktiv und empathisch zuzuhören, der wirkt auf mich ein bisschen egomanisch. nun gut, ich habe mich nie richtig mit jebsen beschäftigt, d.h. seine politischen aktivitäten nebst journalistischen arbeit nicht ernsthaft verfolgt. insofern mein vorläufiger eindruck von jebsen, der sich mit der zeit ändern könnte. schauen wir mal. 

aber unabhängig von meiner persönlichen und nicht massgebenden einschätzung der person k. jebsen, unterstütze ich sein politisches anliegen bezüglich der schaffung von gegenöffentlichkeit. daher wünsche ich ihm neben den "konservativen" gästen (so jebsen) die schnelldenkerin s. wagenknecht in seine sendung. da würden zwei politische temperamente aufeinander treffen, die sich möglichweise was zu sagen hätten.  

apropos etablierung von gegenöffentlichkeit in zeiten der dominanten systemmedien hier eine kluge wortmeldung -vermutlich auch im sinne v. jebsen- von roland rottenfußer:

" Weit größer als die Gefahr einer Hausdurchsuchung ist für heutige Journalisten allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass sie für ihre abweichende oder kritische Meinung überhaupt kein Veröffentlichungsforum mehr findet. Was hilft es, wenn die dominierenden Parteien eines Staates zwar nicht selbst Zensur ausüben, wenn aber in allen Zeitungsredaktionen mit Breitenwirkung ausschließlich Leute sitzen, die die Meinung eben dieser Parteien vertreten? In diesem Zusammenhang ist das Aufkommen des Internets eine große Chance für eine freie oder gar „anarchische“ Verbreitung von nicht linientreuen Meinungen. Vom Internet und von eher brotlosen Kleinstverlagen einmal abgesehen, gibt es in Deutschland aber durchaus Ansätze eines Phänomens, das man freundlich ausgedrückt eine „Meinungs-Monokultur“ nennen könnte. 

Den Schleier der Lüge zerreißen

Bild des Benutzers ebertus

Die treffen sich, inhaltlich; und Rottenfußer habe ich noch nicht optisch, gar live erlebt.

Das ist genau der Punkt, den ich immer wieder gern mit dieser, meiner mir auferlegten Maxime verdeutliche:

"Es ist weniger wichtig, wer etwas sagt, sondern was er sagt"


Und dieses Spannungsverhältnis zwischen einerseits Inhalt und andererseits Diffamierung des Gegenüber wurde ja ebenfalls in dem Gespräch thematisiert. Es zieht sich wie ein roter Faden durch den qualitätshaltigen, meinungsprägenden medialen Mainstream. Inhalte bilden das Beiwerk, wird gegenüber der in den Vordergrund gestellten Person bestenfalls etwas verklausuliert, sehr bewußt im interpretierbar Diffusen belassen.

Ob der Ken, der Oskar oder Sahra et al. (mir) sympathisch sind, oder auch nicht, das ist (mir) absolut nebensächlich; ähnlich der oft und ebenso diffamierend genutzte Analogie, welcher Religion denn ein Banker nun angehört.

Nur bei Menschen, die ich persönlich -ggf. mehrfach- kennengelernt, erlebt habe, da mag ich mich auch mal ernsthafter positionieren, alle(s) andere rauscht als liebevoll (oder auch diabolisch) aufgebaute real/virtuelle Person eher im Hintergrund an mir vorbei.

... das "wer" hat die allerschwächste orientierungsfunktion - schon allein aus dem grund, weil sich jeder ändern und die seiten auch wechseln kann ... oft subtiler und schneller, als man denkt ...

natürlich habe ich bei mir sympathischen menschen mehr geduld, sie verstehen zu wollen ... kann aber die gleiche falle sein, die ich weniger sympatischen als hürde aufstelle

ich muß schon sagen, dass ich beim "betrachten" von jebsen viele unsympathische dinge ZUSÄTZLICH - die in den videos nicht sichtbar sind - wahrgenommen habe - was seine arbeit nicht mindert, das gesamtbild jedoch abgewertet hat ... und ich auch dies nicht mehr ignorieren kann ... wäre ja selbstbetrug meiner sieben sinne:-)))

Bild des Benutzers ebertus

ja, wobei es neben diesem auch noch andere, mich gar eher ansprechende Events bei den ÖR's gab.

Beispielsweise diese zum Finale gebrachte, schöngeistige Einleitung von Fritz Teufel, er mir damals bereits näher als dröge Theoretiker wie Rudi Dutschke.

Perlen ...

Bild des Benutzers ebertus

Auch der Spiegel sperrt jetzt die Nutzer von Adblockern aus.

Kein Problem, schaue da sowieso nur sehr selten direkt rein, folge jedoch manchmal einem anderweitig empfohlenen Link. Nun wird das "selten" eben noch seltener, so wie bereits länger schon bei der SZ et al.

Beinahe eine Ironie der großmedial beklagten, aktuell ablaufenden Ereignisse, sind/werden die sog. Alternativen Medien nun der primäre Lieferant von Nachrichten. DWN und/oder RT, ja gar auch ganz unsagbare wie Elsässers Compact.

Ob das so beabsichtigt ist ...?

Bild des Benutzers Heinz

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und abgeschmiert. Die Zeitungen beschleunigen ihren Niedergang, fertig. Das könnten wir wohl wortreich begründen, aber das nützt auch nichts.