21 Feb 2016

McCarthyism - Mehr Inquisition bitte!

Submitted by ebertus

Es fügt sich: Der folgende Sachverhalt wurde mir gestern zur Kenntnis gebracht; ein "Geschenk" sozusagen, passend zu meinem heutigen Geburtstag.

"Was noch nicht belegt ist und wo ich hoffe, dass der Verfassungsschutz endlich nachhakt, ist die Frage, wer die ominöse "Maren Müllers ständige Publikumskonferenz" ist, die jede Redaktion bombardiert mit Briefen, Protestbriefen, und so systematisch zu einer gewissen Einschüchterung sogar in den Öffentlich-Rechtlichen führt."

Grüner geht's nicht. Marieluise Beck im Deutschlandfunk

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Ja, richtig gelesen. Nicht das Finanzamt, welches für Vereine erst einmal zuständig wäre; soweit konkreter Anlaß besteht - für das Nachhaken jenseits der eh' für eingetragene Vereine gültigen formalen Prozeduren. Nein, der Verfassungsschutz muß ran ...

Und Ja! Für diese Publikumskonferenz habe ich ebenfalls schon mal gespendet; nicht im zunehmend kriminalisierten Dunkelfeld von anonymen Cash, sondern ganz offiziell per Banküberweisung. Somit dürfte, falls der Verfassungschutz dieser Bitte der Frau Beck entspricht und endlich nachhakt, auch mein Name auf einen neulinken, mccarthyesken Index wandern.

Schlimmer noch, und weil die genannte Maren Müller am 9. Mai in Treptow dabei war, von mir und verschiendenen anderen (auch Ex) FreitagsbloggerInnen für das Blumenmeer an der "weinenden Mutter" gespendet wurde, Marens Name gleich neben meinem dort auftaucht, so dürften sich die nun wohl notwendigen Untersuchungen möglicherweise auch auf die Freitagsszene erstrecken.

Wohl denen, die nichts getan, nicht zu verbergen haben ...

Ebenfalls schön, so können die Schlapphüte dann auch gleich -was die Publikumskonferenz betrifft- auf eine Expertise von Qualitätskritiker Niggemeier zurückgreifen. Da fügt sich nun, wächst zusammen, was eh' und weitgehend nur spiegelfechtet.

Was für ein Glück auch, dass SPD und insbesondere die Grünen nun nicht mehr die 5. Kolonne Moskaus sind; wie eben diese SPD zu Zeiten von Brandt und Wehner. Heute stehen sie und samt ihrer Stiftungen, von der Ukraine bis Syrien auf der richtigen Seite der Barrikade.

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Ohne jede Ironie wäre der Faden gleich weiter zu spinnen, dahingehend, wo der Verfassungsschutz endlich nachhaken sollte:

Mehrfach wurde meinerseits bereits für das Projekt Sea-Watch gespendet, wenngleich es für die hehre Profession des Fluchthelfers nach 1989/90 hierzulande vorerst keinen Bedarf mehr gab.

Stattdessen stellt die (bewaffnete) Jagd auf Schlepper und Schleuser im Mittelmeer und insbesondere in der Ägäis nun einen Teil der neuen, dringend gesuchten Aufgaben der Nato.

Soweit also meine Wenigkeit hier demnächst verstummen sollte, dann weniger weil schnöde gesperrt; eher von Amts wegen aus dem Rennen genommen. Dafür gäbe es wohl gute Gründe ...

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Marieluise Beck im Deutschlandfunk

Bernd Ebert zu eigener Spendenpraxis

Stefan Niggemeier zur Publikumskonferenz

Offener Brief an den NDR wg. ZAPP&Co.

Die Tagesschau zu Russischer Desinformation