21 Aug 2017

Besuchen wir die Knechte der Kriegsfürsten in Ramstein?

Submitted by fahrwax

Es gibt mittlerweile viele Aufrufe in Ramstein, vom 3. - 10. September 2017, präsent zu sein. Einen meiner persönlichen Geschmacksnote entsprechenden setze ich nun hier einmal ein:

(es könnten auch meine Worte sein - er trifft es mittig!)


"Von deutschem Boden geht Krieg aus, auch wenn die Bundesregierung sich auf Nachfragen in der Bundespressekonferenz dumm stellt oder wider besseren Wissens dreist lügt.
Die Rede ist von Ramstein in der Pfalz. Diese US Air Base ist der größte Militärstützpunkt außerhalb der USA. Von hier aus wurde der völkerrechtswidrige Nato-Krieg gegen Jugoslawien organisiert und das frisch wiedervereinigte Deutschland war aktiv mit dabei.
SPD und Grüne brachen das Völkerrecht. Ein Verbrechen, das nach den Nürnberger Prozessen nie wieder unbestraft bleiben sollte. Pustekuchen.
Aber es kommt noch dicker. Über Ramstein wurde der Irak in die Steinzeit zurückgebombt. Das legte den Grundstein für den IS und führt uns direkt nach Barcelona!
Was wir im Westen an Anschlägen erleben, ist die Rache einer Generation, die im mittleren Osten lebt und jeden Tag mit Killer-Drohnen konfrontiert wird.
Afghanistan, Libyen, Syrien - und völlig unter dem Radar, der Jemen - sind Staaten, in denen US-Drohnen, die via Ramstein gelenkt werden, Menschen willkürlich töten. Auf einen "Terroristen" kommen 40 Zivilisten, die Ramstein als Kollateralschaden verharmlost.

Ramstein ist ein Ort in Deutschland, an dem professionell und mit Hilfe von Maschinen täglich Mord organisiert und ausgeführt wird. Wer Mörder deckt, macht sich strafbar und gehört vor ein Gericht, auch wenn er sich im Wahljahr 2017 erneut auf das Kanzleramt vorbereitet. Aber auch die politische Resterampe hält sich bei Ramstein vornehm zurück oder formuliert Kritik eher butterweich.
Dabei wäre es so simpel. Wer von deutschem Boden aus Angriffskriege führt, missbraucht unsere Gastfreundschaft.
Kündigung lautet die einzig vertretbare Konsequenz und das ist machbar.
Wenn die Politik nicht den Mumm hat oder mit den Mördern im selben Boot sitzt, um Ramstein endlich dicht zu machen, müssen wir es tun. Die Bürger der Bundesrepublik!

Nie war der Zeitpunkt besser geeignet, denn die USA sind unter Trump für jeden sichtbar zum politischen Irrenhaus mutiert. Jetzt Ramstein dichtmachen und sich dann aus einer US-befehligten Nato verabschieden.
Sicherheit auf dem eurasischen Kontinent muss durch Eurasien selber organisiert werden. Kooperation statt Konfrontation, lautet die Lösung.

Es gibt viel zu tun:

Vom 3. - 10. September trifft sich die Friedensbewegung in Ramstein!
Vom 8. - 10. September gilt es, die Air Base selbst massiv mit eigener Präsenz zu behelligen.
Stören wir die Organisatoren von Mord und Totschlag, wo wir es können. Ramstein dichtmachen ist unser Ziel.

Kommt und zeigt Gesicht für den Frieden!

Hier der Link zur Kampagne:
https://www.ramstein-kampagne.eu/"

 

Und dann dazu auch noch der Schnellsprecher in Persona:

 

nachdenKEN über: Aufruf zur Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ 2017

Kommentare

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Gern bereits am 8. September in der Versöhnungskirche in Kaiserslautern.

Btw. Habe in dem Link gelesen, dass man sich dafür bitte anmelden sollte. Müssen wir noch besprechen ...

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Gerade habe ich eine Rundmail an alle potentiellen "Verdächtigen" geschickt.

Wir werden noch teflonieren.......

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"Der US-Militärstützpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtwidriger Angriffskriege. Die tödlichen Einsätze US-amerikanischer Kampfdrohnen, u.a. in Irak, Afghanistan, Jemen und Syrien, werden über die Satellitenrelaisstation auf der US-Air-Base Ramstein durchgeführt und hatten bisher zehntausende Todesopfer zur Folge – die absolute Mehrheit der Opfer waren unbeteiligte Zivilisten.
Auf der Podiumsdiskussion befassen sich die drei Referenten mit dem Thema Atomwaffen, dem illegalen Drohnenkrieg und die Bedeutung der US Air Base Ramstein sowie der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“, die vom 3.-10. September 2017 zu einer Protestwoche rund um die Air Base Ramstein einlädt.
Anschließend hatte das Publikum die Möglichkeit, direkte Fragen an die ReferentInnen zu stellen.

Podium:
Reiner Braun, Co-Präsident des IPB
Pedram Shahyar, Friedensaktivist und Blogger
Lucas Wirl, Geschäftsführer NatWiss
Moderation:
Andrea Beck, Berliner Initiative Stopp Air Base Ramstein"

Ein sehr langes, zusammenfassendes Video:

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Die Berliner Initiative „Stopp Air Base Ramstein“ hat am 12.08. an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz einen Flashmob gegen den Drohnenkrieg und zur Vorbereitung der Aktionen im September veranstaltet.
Weitere Informationen unter: https://www.ramstein-kampagne.eu/

 

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am 7. September nahe Berlin, im Luftfahrtmuseum Finowfurt.

Die Teilnehmerrunde ist mindestens so hochkarätig besetzt wie diejenige, der Marie und ich im Februar zur Aufzeichnung von Positionen #10 beiwohnen konnten.

Aber zu der Zeit am 07.09. bin ich wahrscheinlich noch unterwegs in die Eifel; vielleicht bereits angekommen. Und Daniele Ganser wird am nächsten Tag, am 08.09. in Kaiserslautern sein; me too ...

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Textauszüge:
War – What is it good for? – Absolutely nothin‘
Ooh war, I despise
‚Cause it means destruction of innocent lives
War means tears, to thousands of mother’s eyes
When their sons go off to fight and lose their lives
It ain’t nothin‘ but a heartbreaker!
Friend only to the undertaker
Is an enemy to all mankind
The thought of war blows my mind
War has caused unrest
Within the younger generation
Induction, then destruction
Who wants to die?
Has shattered many a-young man’s dreams
Made him disabled, bitter, and mean
And life is much too short and precious
To spend fighting wars each day
War can’t give life
It can only take it away
Peace, love and understanding tell me
Is there no place for anything else?
They say we must fight
To keep our freedoms
But Lord, knows there’s got to be
A better way
Stand up and shout it

heute in den nachdenkseiten: "Interview mit Reiner Braun, einem der Organisatoren der Veranstaltung, zu den Hintergründen des Protestes. Das Interview führte Marcus Klöckner."

Zu der Veranstaltung kommen Persönlichkeiten wie Oskar Lafontaine, Daniele Ganser, Ann Wright oder Eugen Drewermann. Es wird ein Friedenscamp geben und außerdem kulturelle Veranstaltungen.

Hinweis: Mehr Informationen zu dem Protest gegen die Airbase in Ramstein findet sich auf der Internetseite ramstein-kampagne.eu.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=39827

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messe ich (angeblich) linke, linksliberale Parteien und Medien.

Insofern, und weil Du den Namen von Lafontaine zitiert hast, wäre dessen weiterer Parteiwechsel oder ein demonstrativer Rückzug durchaus angesagt. Lafontaine und Wagenknecht et al. sind aus dieser, meiner Sicht lediglich Feigenblätter einer angepassten Linken; als Partei und via derer Medien, vom ND bis hin zur JW.

für mich ist nd u. jw eine wichtige nachrichtenquelle, die aus meiner sicht guten kritischen journalismus macht. wobei die jw radikaler und mir lieber ist. für eine linkskritische gegenöffentlichkeit sind sie unverzichtbar. jetzt wo der linksextremismusexorzist de maiziere die radikale linke ausmerzen will, steht auch die interventionistische linke (den protest gegen g20 in hamburg mit organisiert hat) möglicherweise auf seiner politischen säuberungssliste. insofern ist die partei die linke kein monolithischer block. und lafontaine ist lafontaine ist lafontaine. solange es dieses parteiensystem gibt, werde ich die partei am 24.09. wählen, die aus meiner sicht am ehesten ein fortschrittliches verständnis von demokratie, gemeinwohl, frieden und gerechtigkeit propagiert. da passe ich mich mal notgedrungen dem demokratischen (wahl-) system an. ärgern werde ich mich dennoch am wahlsonntagabend....

„Die rote Linie sind Kampfeinsätze“ https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/die-rote-linie-sind-kampfeins...

Bild des Benutzers ebertus

hätte ich Dir in Bezug auf das ND und insbesondere die JW absolut reht gegeben,

habe in Bund und Land schon mal die Linke gewählt, ein Soli-Abo bei der JW unterhalten. Dass beide Medien und weitgehend auch die Partei sich nach wie vor nicht gegen Russland instrumentalisieren lassen, das finde ich ebenfalls gut und richtig.

Was das Mediale betrifft, so scheinen mir beide Zeitungen jedoch irgendwie aus der Zeit gefallen. Ob deren verbliebene, bei der JW noch stärker als beim ND äußerst selektiv abgehandelten Inhalte auch dafür verantwortlich sind, das mag erst mal dahingestellt sein. Vor den alternativen Medien jedoch, vor deren Impact auf die medienlandschaft sitzen beide jedoch beinahe wie das Kaninchen (schweigend) vor der Schlange.

Dabei wären diese Alternativen doch die natürlichen Verbündeten. Wenn eine Karin Leukefeld bei Rubikon schreibt, mit KenFM ein langes Gespräch führt, wenn eine Susan Bonath ebenfalls für Rubikon -und für RT- schreibt, bei letzteren auch Rainer Rupp, wenn Albrecht Müller mit seinen Nachdenkseiten den eigentlichen Job von JW und ND macht, dann frage ich mich schon, in welcher Blase die zwei guten Medien der Linken leben, welche schon dogmatische Abgrenzeritis insbesondere die JW treibt.

Abgrenzeritis und Einordnung unter den medialen Mainstream, die sehr einseitige, gute Positionierung. Flüchtlinge sind einfach so da und an den sog. neuen Rechten dagegen wird sich politisch korrekt abgearbeitet.

Wo AfD & Co. doch nicht für einen einzigen Flüchtling auch Nah- und Mittelost verantwortlich sind.

Die Drohnenkrieger in Ramstein et al. dagegen schon ...

Bild des Benutzers pleifel

dazu ließen sich auch die Demos zählen, die als staatstragende demokratische Elemente verkauft werden (können) und außer dem guten Gefühl der Anwesenden alles beim alten belässt. Demgegenüber nichts zu tun kann allerdings auch keine Lösung sein, also muss es noch Alternativen geben.

Die Bedingung dabei wäre: keine Gewalt gegen Personen, aber "Abrüstung" militärischer Güter mittels geeigneter Maßnahmen, die zumindest paramilitärische Erfahrung erfordert. Dabei bedarf es einer eindeutigen Abgrenzung zu den traditionellen Protestierenden, um diese nicht in den Fokus der Extremismusbekämpfung zu ziehen.

Einfacher wäre es allerdings, wenn sich immer mehr Menschen diesen Strukturen verweigern würden, aber bekanntlich ist das nicht nur ein Problem hier sondern ein vielfach zu beobachtendes Phänomen des "Stillhaltens", "Wegschauens", "ich kann doch allein nichts bewirken" und so bleibt es halt so wie es ist, also kein nennenswerter Widerstand gegen eine Politik, die sich gegen den anzunehmenden Mehrheitswillen einer Bevölkerung stellt, die zwar eine neue Militarisierung ablehnt, aber trotzdem die diese Entwicklung forcierende Politik wählt! Da muss doch in der Evolution was falsch gelaufen sein!

Bild des Benutzers fahrwax

Zwar sind Oskar und auch unsere seine Sarah noch halbe Lichtgestalten in der Riege der gewerbetreibenden "Demokraten", aber eben nur bezahlbare Vertreter mutmaßliche, nebulöser Interessenlagen - Funktionäre Leistungsträger der "wir tuen alles für euch, weil ihr selbst zu blöd seit" Überzeuger.

Real lebt diese parasitäre Kaste von unserer barmherzigen Hinnahme ihrer vorgeblichen "Leistungen" - ein kalkuliertes Geschäft das durch die Anzucht Infantilisierung von präsentablen Mengen von Nichtdenkern  Stimmvieh sein Auskommen findet.

Geschissen auf "Mehrheiten", selbstdenken & agieren führt zu "Bewegung"  - bewege dich, oder du wirst bewegt.

Oskar's und Feigenblätter können wech - es gibt nichts Gutes, außer du tust es.

Datt könnte (vieleicht) Evolution sein.

Auf Wahlkämpfer Vertreter kann ich in Kaiserslautern gut verzichten - sind doch genug glaubwürdige Leute dort die was zu sagen haben.......

Bild des Benutzers pleifel

insoweit werden bekannte "Gesichter" gebraucht, ansonsten läuft es nicht mehr in einer Mediengesellschaft.

Außerdem lese ich einen Widerspruch heraus, der vorgeblich keine Mehrheiten braucht und damit aus einer Minderheitsposition elitäre Politik machen will. Da das aber mit Sicherheit nicht deine Intention ist, ...

Seltsam übrigens, wenn mit Wahlkämpfern (siehe z.B. Hermann) alle in einen Topf gerührt werden, also auch die, die sich von denen unterscheiden, die längst keine Bürgervertreter mehr sind. Diese aber werden wir auch zukünftig brauchen.

Bild des Benutzers Heinz

Zum Schlechteren inwiefern?

Um das im Extrem zu sagen: Ich habe Abgeordnete erlebt, die sind 2013 zum ersten Mal reingewählt worden und taten schon nach einem Jahr so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie redeten ewig lange über Zeug, von dem sie nichts verstanden.

Bild des Benutzers fahrwax

Eine prägnante Zusammenfassung der "Repräsentanz" von Mathias Brökers als Kommentar via KenFm:

"Um Deutschland mit absoluter Bundestagsmehrheit (50,1%) zu regieren, benötigt man lediglichdie erklärte Zustimmung von 22,5% der Bevölkerung, also 18 Millionen von 82 Millionen Bürgern. Dass ein knappes 1⁄4 der Bürger de facto als absolute Mehrheit gegen den Willen der anderen 3⁄4 alle Entscheidungen treffen kann, relativiert die Aussage, unsere Form der Demokratie sei repräsentativ. Zustande kommt die Schieflage primär dadurch, dass die meisten Bürger gar nicht repräsentiert werden, insbesondere jene, die alle zukunftsweisenden Wahlentscheidungen am allermeisten angehen, nämlich Kinder und Jugendliche. Zu diesen 18 Millionen „nicht Wahlberechtigten“ gesellen sich 18,6 Millionen Nichtwähler (Tendenz zunehmend) sowie knapp 7 Millionen, die für Parteien gestimmt haben, die die 5%-Hürde nicht überspringen. Etwa 54% der Bevölkerung sind also schon bei Ermittlung der Bundestagsmandate nicht mehr repräsentiert. 1/5 der verbleibenden 46% sind über 70 Jahre alt. Mit etwas mehr als  2/5 der verbleibenden 46% erreicht eine Partei die absolute, demokratisch ermittelte Mehrheit, entscheidet also allein mit den Stimmen von saturierten Rentnern und Systemgewinnern über alle relevanten Zukunftsfragen im Alleingang."

https://kenfm.de/tagesdosis-29-8-2017-wenn-wahlen-etwas-aendern-wuerden/

Dolle Spielregel also - aber eben nur auftragsgemäße Verdeckungskriminalität:

wer das Geld hat, hat die Macht -

und wer die Macht hat, hat das Recht.

Bild des Benutzers Heinz

Deine Darstellung kann man so sehen. Du unterläßt es aber, darzustellen, daß die – nach deiner Darstellung – übergangene Mehrheit durchaus die Möglichkeit hat, ihren Willen bei einer Wahl zu bekunden. Das geht direkt, wenn die hingehen und wählen; das geht aber auch indirekt, wenn sie mit einem Brief wählen.

Ich habe bereits zum Bundestag gewählt und bringe den Brief jetzt zum Kasten.

So eine Wahl macht noch lange keine Demokratie, aber wählen kann jede(r).

Die NichtWähler*Innen haben ca. 25%, wenn die alle Opposition wählten, hätten wir eine andere Republik. Das ist natürlich hätte und könnte, letztlich entscheidet aber diese schweigende Minderheit, im Extrem, wie du geschildert hast, eine schweigende Mehrheit darüber, wie diese BananenRepublik Deutschland BRD verwaltet wird.

Bild des Benutzers fahrwax

......, ich brauche keinen Onkel und auch keine Tante die vorgeben für mich zu entscheiden - ich bin selbst groß genug, kann lesen, schreiben und laut genug sprechen.

Meine Stimme & mein Arsch gehören mir, darüber ist mit mir nicht zu verhandeln. (Punkt)

Die Krämerseelen vom Zwischenhandel halte ich für überflüssig.

Grübelnd auf der Schaukel:

wenn sie erst einmal in der Urne sind, sehen Zettel und Menschen sowieso alle gleich aus.......warum sone anonyme Urnenbeisetzung vonner Stimme auch gleich Demokratie sein soll, werde ich nie verstehen.

Sollte einmal irgendetwas relevantes zu wählen sein, bin ich voll dabei - aber diese Kinderkacke auf den Spielplätzen der Machtgeilheit ist keine "Wahl", der Unsinn ist nur alternativlos.

 

Anhang (ett is sogar vom Fromm Erich):

Rettet das Grundeinkommen die Welt?

Psychologische Aspekte eines garantierten Einkommens für alle.

von Erich Fromm

 

Bild des Benutzers Heinz

... gehört dir. Klar, dann nöööl aber auch nicht rum, wenn das ParteiOligarchenPack über dich bestimmt, wie seinerzeit die Kurfürsten.

PS: Danke für den Artikel vom Erich Fromm; den findest du auch im Archiv des Netzwerkes Grundeinkommen.

Bild des Benutzers pleifel

und das hat auch etwas mit Intelligenz zu tun. Und wenn Du dir eines Tages vielleicht den Arsch nicht mehr selbst abwischen kannst, wirst Du die Vorteile noch erkennen.

Aber wieder mehr ernsthaft zur Sache: in einer partizipativen Demokratie neuer Gestaltung mit mehr Kontroll- und Einwirkungsmechanismen auf die Direktkandidaten (keine Listenwahl mehr!) müsste sich auch der Bürger selbst qualifizieren, wie es für jede fachliche Tätigkeit ansonsten auch erwartet wird (verlangt werden muss). Denn den Anspruch den er von jenen erwartet, sollte er oder sie sich zumindest auf den Gebieten selbst stellen, wo derjenige glaubt (den Anspruch anmeldet), mitentscheiden zu wollen. Es muss zumindest artikuliert begründet werden können, warum man etwas will oder nicht. Dann reicht es eben nicht aus, gegen Flüchtlinge zu protestieren, weil die angeblich nur in das deutsche Sozialsystem einwandern wollen oder ähnliche Behauptungen.

Und um nicht jede spontane "Bürgererregung" in Gesetzesform fließen zu lassen, bedürfte es Pufferfunktionen, die sinnvoll zu einem modifizierten (sich in einem Arbeitsprozess hin und her bewegenden Modus) Ergebnis führen sollte, wobei jedes Gesetz mit konkreten Zielvorgaben begleitet sein müsste, an dem anhand konkreter Parameter zu überprüfen ist, ob die erwarteten Ergebnisse erreicht wurden oder nicht. So bliebe dann auch die HartzIV-Gesetzgebung nicht bestehen.

Also einiges an Voraussetzungen, um nicht vom "Regen in die Traufe" zu gelangen. Und davon dürfte es noch mehr geben, bzw. sich herausstellen, falls tatsächlich Bewegung in die Demokratie käme.

Bild des Benutzers ebertus

Hallo Paul; das ist ein gutes Stichwort.

Meine Zustimmung für das Bündnis Grundeinkommen (die aktuell dafür geründete Partei) wird doch immer wieder etwas getrübt, von der nach wie vor nicht oder lediglich verbrämt beantworteten Frage nach den Tätigkeiten, welche aktuell und primär lediglich über das Sanktionsregime von HartzIV mit billigen Arbeitskräften versorgt werden.

Sobald diese arbeitsteilig zu leistenden Tätigkeiten über ein Niveau kurzfristig anlernbarer Fähigkeiten hinaus gehen, dann werden -richtigerweise- die Vergütungen für derartige Tätigkeiten in die Höhe schießen; oder kommt eben doch der Rückgriff auf die antike Sklavenhaltergesellschaft.

Jüngsten Meldungen zufolge hat Angela Merkel diese sog. Pflegeberufe als diejenigen Tätigkeiten ausgemacht, welche durch die von ihr (Merkel) befürworteten Kontingente afrikanischer Flüchtlinge dann abgedeckt werden könnten.

Bild des Benutzers Heinz

... die kurzfristig anlernbar sind.

Baumwolle pflücken, wie in den Südstaaten is hier ja nich, aber Erdbeeren pflücken, Spargel stechen, Baby sitten und Putze sind doch nette Berufe für die Bedürfnisse der Besserverdiener – irgendwie muß «man» doch zeigen, welche «Klasse» da herrscht.

Bild des Benutzers Heinz

«in einer partizipativen Demokratie neuer Gestaltung mit mehr Kontroll- und Einwirkungsmechanismen auf die Direktkandidaten (keine Listenwahl mehr!) müsste sich auch der Bürger selbst qualifizieren, wie es für jede fachliche Tätigkeit ansonsten auch erwartet wird (verlangt werden muss).»

Die erste Vorgabe ist von der Verfassung gesetzt:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Präambel

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt,


als gleichberechtigtes Glied
in einem vereinten Europa
dem Frieden der Welt zu dienen
,


hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.

Lassen wir mal das Gedöns weg, bleibt als vorgebender Zweck nicht viel. Den erfüllt Deutschland durch den Verkauf von Waffen und durch bewaffnete Brunnenbohrer.

A: Roll ich mal den restlichen Text von hinten auf:

  1. Ein Bürger muß in Sachen Demokratie fachlich qualifiziert sein, um entscheiden zu können.
  2. Ein Abgeordneter muß fachlich qualifiziert sein, um demokratisch vertreten zu können.
  3. Abgeordnete werden (im KoVerfahren) direkt gewählt.

B: Dazu habe ich drei Fragen:

  1. Bildet dieses Verfahren den gesamten Willen der Wähler*Innen ab?
  2. Sind die Wahlkreise so groß, wie heute; oder evtl. kleiner?
  3. Wird nur ein Kandidat pro Wahlkreis gewählt?

 

um (wahl-) entscheidungen treffen zu können. statt der doofen sollen nur die cleveren wählen dürfen, meint ein "schlauer" politologe: "Doofe wählten nun mal doof. Ein Stimmverlust würde ihnen sogar helfen, „weil sie im Moment so wählen, dass sie sich selbst ins Knie schießen. Sie entscheiden gegen ihre Interessen.“ http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/wahlrecht-sollen-nur-noch-schl...

aber im ernst: den werner verstehe ich schon, wenn er die wirksamkeit von wahlen für einen radikalen bruch mit dem kapitalismus als illusion kennzeichnet. ist es auch. dazu ein zitat: "Keine Wahl hat etwas Großes bewegt. Selbst der Ausstieg aus der Kernenergienutzung wurde nicht gewählt, sondern von Fukushima gesetzt." https://www.heise.de/tp/features/Bundestagswahl-Widerspruch-heisst-einfa...

aber ich wünsche mir mit blick auf die btw ein politisches kräfteverhältnis in d, welches einen fortschrittlichen richtungswechsel ermöglicht (mit einzug der afd und fdp wird es schwieriger werden) . meinetwegen nennt es linksreformerische alternative, die die soziale frage stellt und vorschläge so unterbreitet, dass sie in verbindung mit der flüchtlingsfrage gelöst werden kann. daher werde ich die partei die linke wählen. mich hat das narrativ von einer solidarischen einwanderungsgesellschaft überzeugt: " Wir wollen die solidarische Einwanderungsgesellschaft gestalten. Wir setzen dabei auf ein inklusives »Wir, die hier leben«."

btw: zum unabhängigkeitsreferendum in katalonien gibt es diesen aktuellen artikel: Katalonien stellt Übergangsgesetz zur Loslösung von Spanien vor. https://www.heise.de/tp/news/Katalonien-stellt-Uebergangsgesetz-zur-Losl...

Bild des Benutzers Heinz

Ich stell es mir lustig vor, wenn die spanische Kriegsministerin in Katalonien einmarschiert und die Katalanen machen einen Generalstreik. Offensichtlich haben die immer noch nicht gemerkt, wie demokratische Kompromisse verhandelt werden.

Die Idee eines qualifizierten Wahlrechts hatte auch Kant schon vertreten; in Preußen wurde die Leibeigenschaft (Sklaverei) auch erst in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts abgeschafft.

 

"Jede/r wählt mit. Dieses Szenario kannten die alten Griechen nur als Alptraum unter dem Begriff „Ochlokratie“ – also „Herrschaft des Pöbels.“

Schon Aristoteles hatte ja die Gefahr kommen sehen, „dass die Armen, weil sie Mehrheit bildeten, das Vermögen der Reichen unter sich aufteilten”, und James Madison, einer der Gründungsväter der ersten Demokratie der Neuzeit unterstrich noch in der Verfassungsversammlung der Vereinigten Staate anno 1787: „Die erste Verantwortung der Regierung ist es, die Minderheit der Reichen vor der Mehrheit zu schützen."

lesenswert: http://www.broeckers.com/2017/08/29/wenn-wahlen-etwas-andern-wurden/

Bild des Benutzers fahrwax

Die werden, auf der Grundlage der bestehenden Spielregeln natürlich, durch ein ausreichendes "Wachstum" (real die Bedienung schimmeliger, pompös wie unauffindbarer Geldberge) klaglos ersetzt.

Fachliche Kompetenz erschliesst sich allein auf Augenhöhe (face to face), quasie auf 'Armlänge' - geräts du an die mit den längeren Armen, haste ein wirkliches Problem. Damit die unterschiedlichen Armlängen nicht so in das Blickfeld geraten, darf Niemand den darstellendeen Lichtgestalten zu nahe kommen - sonst greift eben das Gewaltmonopol.

Der wendige Polit-Darsteller benötigt keine Kompetenz - die besorgen die assoziierten, presstituierten Marketing-Abteilungen.

Das einzige, materiell fassbare "Gesetz" ist die Rendite: die erzieht jeden Polit-Darsteller und ordnet in ein in die Systematik von Angeboten die unmöglich abgelehnt werden können. Wer sich nicht zügig biegt, verliert zügig seine Daseinsberichtigung - wird umfassend demontiert.

Demokratie darf nur sein, was die bestehenden Machtverhältnisse erhält.

Das RACKET der "Demokraten" vergibt die Spielerlizensen - alles andere ist Illegal. darauf ist Verlass.

Bisher wurde noch jeder "Repräsentant" zügig 'eingenordet'. aber das Gücksspiel mit den gezinkten Karten läuft turnusgemäß weiter, solange es sich nur hinreichend schmackhaft darstellen lässt und alle Welt an die Versprechungen der Schutzgeldmafia glaubt.

Friß den Fisch, ganz egal wie er stinkt.

(Hörste mal in das termitische Wölkchen rein)

 

(eine Leihgabe von QPress von 2013)

 

Jeder Versuch die aussichtsreichen Kandidaten für Amt & Würden mit dem Wörtchen "Kompetenz" in einem Satz unterzubringen ist für mich eine Lachnummer.

Gummipuppen aus dem käuflichen Angebot - aber nehmt sie beruhigt ordentlich her.

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zwischen wählen (gehen) und verweigern.

Nach der BTW im Herbst 1998, als die Grünen dann relativ schnell alles über Bord warfen, wofür sie auch mit meiner Unterstützung bald zwanzig Jahre standen, da war für rund ein Jahrzehnt das Verweigern angesagt. Habe dann über Linke und Piraten langsam wieder angefangen. Die Piraten haben sich u.a. von der systemtreuen (frei nach Robert Kurz) antideutschen Fraktion aufreiben lassen und bei der Partei Die Linke habe ich manchmal ähnliche Befürchtungen.

Eine substantielle Krise des Kapitalismus stellt doch gleichzeitig deren Existenzberechtigung infrage ...

Aktuell, per Briefwahl habe ich mit der Zweitstimme das Bündnis Grundeinkommen gewählt und bei der Erststimme zwischen (eben) verweigern, dem Satireclub "Die Partei" und dem Kandidaten von "Büso" geschwankt. Meine Frau hat mich schlußendlich entsprechend überzeugt/überredet ...

Btw. Zu der gleichzeitig hier in Berlin stattfindenden, für die Regierenden nicht bindenden Volksbefragung zum Weiterbetrieb von Tegel schreibe ich gerade an einem separaten, kleinen Blogtext.

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und Parteivertreter habe ich letztes Jahr in Ramstein nicht gesehen,

werden sich in Kauserslautern hoffentlich auch nicht in dem Sinne bemerkbar machen. Dennoch bin ich gespalten in meiner Meinung, wieviel Prominenz eine Bewegung -die in dem Sinne dann aber gar keine sein will und darf- wirklich braucht. Soweit es über den eigenen Tellerrand hinaus geht, wird es immer Menschen geben, welche den Kopf über die (verordnete) Grasnabe hinausstrecken.

Wusste schon Platon ...

Bild des Benutzers ebertus

Sehr schön auf den sarkastischen Punkt gebracht,

was den Freitag jenseits der Klötzchen- und Kachelgalerie eines Praktikanten zunehmend inhaltlich auszeichnet.

"Was nutzen Auseinandersetzungen um Steuern, Gehälter von Hebammen, den guten Bienen & bösen Autos in einer aus den Fugen geratenen Welt, in denen die Wähler der Hebammen, Bienen, Autos etc. immer wieder überzeugt werden, Parteien zu wählen, die die Welt der Hebammen, Bienenlliebhaber & Autofahrer durch ihre beschränkte Wirtschaftspolitik zur Zustimmung für auswärtige Kriege trimmen, die in nicht so ferner Zukunft zu Kriegen im eigenen Land führen wird."

Hervorhebung von mir; und so einen pflegeleichten, systemisch konformen Freitag gab es wohl noch nie.

leider folgt auf die unterkomplexe behauptung (die welt gerät aus den fugen) und dem angeblichen bellezismus der d-bürger (wo bitteschön sind die fakten für die bürger-hurra-brüllerei "wir wollen den (wirtschafts-) krieg") kein diskursives angebot des fc-schreibers, was gegen die zunehmende militarisierung, prekarisierung und anderer schweinereien im leben der "kleinen leute" getan werde könnte. nur mit dem finger auf andere zeigen (diese doofen) ist kein konstruktiver politischer handlungsansatz und zudem arrogant und elitär. für mich purer fatalismus und phrasendrescherei. also publikumsbeschimpfung mag einen selbst aufwerten, aber politisch bringt es ausser jammern nicht weiter....

btw einer meiner lieblingsschreiber patrick spät über über die tiefbraune herkunft dieses slogans - und seine inhaltliche verlogenheit: "Sozial ist, was Arbeit schafft." https://www.heise.de/tp/features/Sozial-ist-was-sozial-ist-3812537.html

dieses wunderbare büchlein von ihm kann ich euch gerne empfehlen (oder zusenden):
Und, was machst du so?
Fröhliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch.https://rotpunktverlag.ch/titel/und-was-machst-du-so

für heinz: nur in der bge - frage ist er anderer auffassung: https://www.choices.de/ein-grundeinkommen-ist-schreiend-ungerecht

Bild des Benutzers ebertus

Fatalismus und (vermutete, angenommene) Unterkomplexität darf dabei schon mal durchscheinen. Mehr noch, weil Ironie bzw. Satire ja bekanntlich (fast) alles darf.

Da ich die Autorin dieses FC-Blog (habe den Link gerade noch eingefügt) bereits einmal persönlich kennengelernt habe, so ist mir daher bekannt, dass sie sich in ernsthaftem Denken deutlich jenseits einer phrasendrescherei, also publikumsbeschimpfung bewegt.

hier einer aus dem "bösen" kapitallager, der im relativ hohen alter (89 jahre) offenbar milder und ernsthafter eingestimmt erscheint... und von wegen sog. spaßgesellschaft:

"Ehemaliger Daimler-Chef: "Es wird knallen, wenn wir nicht endlich aufwachen!"http://www.sueddeutsche.de/geld/edzard-reuter-ehemaliger-daimler-chef-es...
(anmerkung: ist kein vollständiges interview....)

ob der schulz morgen im sog. fernseh-duell mit k-merkel ähnliches sagen wird?