24 Aug 2017

Ein Aufruf vom Stoppelacker

Submitted by fahrwax


Hallo liebe Menschen,

wir sitzen hier auf einem Stoppelacker in Deutschlands klimaschädlichster Region und warten auf euch. Hier auf dem Klimacamp ist eine tolle Stimmung, es sind viele viele Menschen da, die schöne Dinge machen, sich austauschen und an einer anderen Welt basteln.
Inmitten dieser Zukunftswerkstatt bereiten wir unsere Aktion vor – oder besser gesagt die Vorbereitung unserer Aktion. Denn heute Abend wird es mit euch gemeinsam losgehen. Alles, was ihr jetzt noch wissen müsst, findet ihr in diesem Newsletter.

Inhalt:
1. Was hier los ist
2. Was wir planen
3. Wie ihr jetzt noch zu uns stoßen könnt

1. Was hier los ist
Damit du dir ein bisschen besser vorstellen kannst, wie es hier aussieht: Wir sind hier in der Nähe von Erkelenz auf einem Stoppelacker. Es gibt einige Zirkuszelte, Tische und Bänke, Workshopzelte und viel Freiraum. Wir haben ein eigenes Barrio für unsere Aktionsvorbereitung, ein Halbkreis aus weißen Zelten, in denen wir viel Platz haben.
Anders als geplant, gibt es kein Kohle erSetzen!-Schlafbarrio, weil das bei den Gegebenheiten hier einfach nicht geklappt hat. Ihr könnt euch dann einfach für euch einen Schlafplatz suchen, tagsüber werden wir dann die ganze Zeit im Kohle erSetzen!-Barrio sein und jede Menge Zeit haben, uns kennen zur lernen.

2. Was wir planen
Die nächsten Tage sind der Aktionsvorbereitung gewidmet. Damit fangen wir heute Abend an. Ein paar der Zeiten haben sich geändert: Um 19.30 Uhr wird es ein allgemeines Aktionsplenum geben, auf dem alle Aktionen vorgestellt werden. Wenn du dir jedoch schon sicher bist, dass du bei Kohle erSetzen! mitmachen willst, dann kannst du um 19.30 Uhr schon ins Kohle erSetzen!-Barrio kommen, wo es eine Bezugsgruppenfindung geben wird. Um 20.30 Uhr ist dann der offizielle Beginn unserer Aktionsvorbereitung: Wir starten mit einem Aktionsplenum, gefolgt von einer Bezugsgruppenfindung. Am Freitag Morgen geht es mit Sprecher_innen-Räten und Bezugsgruppenzeiten weiter. Außerdem gibt es einen rechtlichen Input. Nachmittags ist dann Zeit für das Aktionstraining und abends klären wir die letzten Sachen für die Aktion.

3. Wie ihr jetzt noch zu uns stoßen könnt
Wir freuen uns riesig, wenn ihr jetzt noch zu uns kommt. Auf unserer Website findet ihr die Anreisebeschreibungen:
http://kohleersetzen.blogsport.eu/mitmachen/anreise/
Wenn ihr im Camp ankommt, könnt ihr einfach nach dem Kohle erSetzen!-Barrio suchen oder fragen.

Versucht bitte wirklich, heute Abend um 18 Uhr da zu sein, damit wir pünktlich mit der Vorbereitung starten können. Aber wenn das nicht klappt, soll euch das nicht davon abhalten, zu kommen. Wir brauchen euch!
Wenn du noch Fragen hast, melde dich unter: 015172698074

Das wars auch schon wieder von uns, wir haben eine Menge zu tun und nicht viel Zeit zum Newsletter schreiben.
Mach dich auf den Weg zu uns, wir warten auf dich!

Liebe Grüße
Kohle erSetzen!

-- 
Kohle erSetzen! - Ungehorsam das Klima retten
Gewaltfreie Sitzblockade gegen Braunkohle (nicht nur) für Einsteiger_innen
24.-27.8.2017 im Rheinland
Website: www.kohle-ersetzen.de
Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/302119510235014/
Kontakt: info@kohle-ersetzen.de

Spenden: 
JunepA
IBAN DE59 4306 0967 2030 4204 40
BIC GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Rheinland

Kommentare

Bild des Benutzers ebertus

bei der Kritik an staatlich geförderter, individueller E-Mobilität.

Wo soll der Strom denn herkommen, der dann doch so grün, so umweltfreundlich individuell verbraucht wird? Natürlich nur, soweit sich genug Dummys für den alsbaldigen Umstieg finden ...

Klar, aus neuen Kohle- oder gar Atomkraftwerken!

Die Erzeugung von sauberem Strom, hierzulande primär aus Windkraft oder via Solarpanels stößt nach meinem Eindruck an ihre Grenzen; und würde bei einem weiteren Ausbau auch ganz massiv die Frage aufwerfen, wie der nur unter bestimmten Bedingungen (Wind, Sonne) erzeugte Strom dann gespeichert wird. Denn der nachgefragte Verbrauch richtet sich nun mal nicht nach dem Vorhandensein von genügend Wind und/oder einer kräftigen Sonneneinstrahlung.

Bild des Benutzers fahrwax

Mir ist nicht nur das Thema - die Widersetzlichkeit, der Ungehorsam - sehr symphatisch.

Auch die dort praktizierte Form der Selbstorganisation (Kennenlernen, Sprecher_innen-Räten und Bezugsgruppenzeiten) haut mittig  in die Kerbe die ich für "vernünftig" halte.

Die durch entfremdete & ausbeuterische Lebensbedingungen manipulierte "Nachfrage" halte ich nicht für einen gewichtigen Faktor.

Degroth (hier andernorts von Jose erwähnt) impliziert deutlich wesentlichere Faktoren.

>>Wachstum<< ist was für geistig verfettete Nimmersatte........

Nicht das Mensch mehr oder weniger "reich" ist, sondern das seine Lebensbedingungen regelmäßig fremdbestimmt werden, verhindert systhematisch jede Lösung der "Sozialen Frage".

dazu hat sich eine aktivistin der gruppe "zucker im tank" im nd geäussert. unter anderem geht es auch um die gewaltfrage. ich selbst bin eher von der "ängstlichen" sorte, die gewaltanwendung grundsätzlich ablehnt. damit meine ich nicht zivilen ungehorsam (blockaden etc.), sondern gewaltanwendung/ zerstörung gegen menschen und saçhen. dennoch versuche ich zu verstehen, warum einige leute ein anderes verständnis von militantem widersterstand haben - und praktizieren. insofern kann ich einigen argumenten der obigen "gruppensprecherin" folgen und zustimmen. aber wie gesagt, ich könnte es nicht. aber verständnis kann ich schon aufbringen, wenn die gewaltfrage aus einer anderen perspektive betrachtet wird. zitate aus dem nd-interview:

"Ist Ihr Name »Zucker im Tank« als Aufruf zur Sabotage zu verstehen?
Wir rufen nicht zu konkreten Aktionsformen auf, sondern zur Selbstorganisation. Wir wünschen uns, dass Menschen ihre eigenen Aktionen nach ihren Vorstellungen planen und durchführen. Das heißt, wir haben selbst keinen Überblick über die geplante Aktionen."
Das Bündnis »Ende Gelände« hat sich einen Aktionskonsens gegeben, in dem es Eskalationen seinerseits ausschließt. Sie lehnen dies ausdrücklich ab. Warum?
Wir setzen darauf, dass Menschen ihre Aktionen eigenständig planen, nach ihren Vorstellungen und Bedürfnissen. Deshalb setzen wir keinen Aktionskonsens. Die Menschen müssen selbst entscheiden, wie sie ihre Aktionen planen und was ihnen wichtig dabei ist.
Sie schreiben auch, dass Sie nicht festlegen können, was Gewalt ist. Warum nicht?
Wir sehen andere Formen von Gewalt als die, die in der bürgerlichen Presse meistens genannt werden. Wir gehen nicht nur von eskalativer Gewalt aus, wir haben einen weiter gefassten Gewaltbegriff. Wir sehen zum Beispiel die strukturelle Gewalt, die durch den Abbau von Braunkohle und den dadurch vorangetriebenen Klimawandel entsteht."
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1061547.braunkohleabbau-ist-ein...

Bild des Benutzers fahrwax

Der olle bertold Brecht schrieb mal:

"Es gibt viele Arten zu töten

Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot
entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine
schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen
zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon
ist in unserem Staat verboten.“

Der Oberkathole sacht Kapitalismus tötet.

Die Automafia und ihre Spannefrau halten 10000 Tote (jährlich in der BRD durch betrügerische Abgasmanipulationen) offensichtlich für akzeptabel solange nur die Kohle stimmt. Die Kriegsführung für die notwendigen Ingredienzien der Blechbüchsen und die paar Verkehrtoten kommen obendrauf.

Es wird gehobelt - und wir sind die Späne.

Sich die Spielregeln von gewaltmonopolistischen Mörderbanden diktieren lassen beinhaltet (das Leben) verlieren lernen.....

Die Intensität seiner Gegenwehr bestimmt jeder ganz allein - nach seinen Bedürfnissen & seinen Möglichkeiten. Jeder Zusammenschluss mit Gleichgesinnten ist sinnvoll.

Heutiges Newsletter der in Erkelenz Bewegten:

"

Wir sind 130 Leute und warten auf dich
Es ist ein großartiges Gefühl, sich mit so vielen Menschen auf eine Aktion Zivilen Ungehorsams vorzubereiten. Hier auf dem Klimacamp, in Momenten des gemeinsamen Aktivwerdens, kann man zwischendurch schon einen guten Eindruck davon bekommen, wie die Welt sein könnte, die wir uns wünschen. 
Wir bereiten uns gemeinsam auf die Aktion vor, indem wir uns besser kennen lernen, über unsere Grenzen und Ängste reden und ganz praktische Blockadeübungen machen. Zwischendurch gibt es immer wieder Zeiten, in denen wir uns zusammensetzen und miteinander Entscheidungen treffen - über das Campleben oder auch über die genaue Planung der Aktion. 
 
Wenn du jetzt noch zu uns stoßen willst...
...ist das noch möglich! Komm so schnell her, wie du kannst. Vergiss dabei nicht alles einzupacken, was du für die Aktion brauchst. 
Hier findest du die Anreiseinformationen: http://kohleersetzen.blogsport.eu/mitmachen/anreise/
Wenn du ins Klimacamp kommst, komm am besten gleich ins Kohle erSetzen!-Barrio. Dort wirst du empfangen und kannst gleich einsteigen. 
 
Wenn du nicht kommst...
...könntest du ja vielleicht spenden?
So eine große Aktion wie Kohle erSetzen! kostet eine Menge Geld. Von den Versammlungszelten über Aktionshandys bis zu Flyerdruck: Die Menschen, die diese Aktion organisiert haben, können diese Kosten nicht alleine tragen. Vielleicht magst du unsere Blockade unterstützen, indem du einen kleinen oder größeren Teil dieser Kosten übernimmst? Wenn du Lust hast, kannst du eine Sitzplatzpatenschaft übernehmen. Dann bezahlst du soviel, wie ein blockierter Platz auf der Straße kostet: 
Wenn du uns nicht mit Geld, sondern irgendwie anders unterstützen möchtest, melde dich gerne bei info@kohle-ersetzen.de
 
In Kürze beginnt die Aktion. Wir sind aufgeregt und gespannt, was dieses Wochenende bringen wird. Wir würden uns sehr freuen, wenn du in den kommenden Tagen verbreiten würdest, was bei uns auf der Straße passiert. Über folgende Kanäle ist das möglich: 
  • Leite unseren Newsletter weiter
 
Freudige Grüße
Kohle erSetzen!"
Bild des Benutzers Heinz

Beim Thema Kohle scheiden sich die Geister. Für die Steinkohle ist das Aus schon 2010 beschlossen und damit wird die  2018 an ihr Ende kommen. Bleiben die Braunkohlenreviere  im Rheinland und in Ostdeutschland, die immer noch einen erheblichen Teil des Strombedarfes liefern. Die Reserven sind so gewaltig, daß sie den Ölreserven der Nordsee gleichen, die mit Sicherheit vorher erschöpft sein werden. Die weltweite Kohleförderung ist stark eingebrochen - doch Umweltschützer können (noch) nicht aufatmen, Trump hat seinen Kumpels versprochen, die Zechen wieder zu reaktivieren.

Das ist zwar bekloppt, aber das ist Trump.

Insbesondere die VR China fördert die alternativen Energien, weil das Land ein massives Umwelt- und damit ein Gesundheits-Risiko hat. Solarmodule kommen heute schon billiger aus China, als sie hier hergestellt werden können. Auch bei der Windenergie fallen die Preise. Ich bin darum nicht gegen die Nutzung der Kohle, sondern für alternative Energieträger, dann reduziert sich die Kohleförderung von ganz alleine.

Trotzdem wünsche ich der Demo am Wochenende viel Erfolg – und gutes Wetter.

Bild des Benutzers fahrwax

...."Alternativen"?

Die halte ich für einen gewaltigen Denkfehler, weil sie von unendlichem "schneller-höher-weiter" ausgeht,

Das gibt weder die Erdkugel, noch die Anzahl ihrer Bewohner her.

Unsere dämliche Sozialisation auf der räuberischen Wohlstandsinsel produziert derlei irreale Träuereien.

Einen humanistischen, ökologischen Kapitalismus wird es nie geben - die Denkerei in Markt, Gewinn & Preis ist verrückt!

Unter welchen Rahmenbedingungen kommen die "billigen" Solarmodule (Glotzen, Kühlschränke, usw.) aus China, lieber Heinz?

Seit wann sind Schneeballsysteme unendlich fortsetzbar?

Bild des Benutzers fahrwax

Braunkohle: RWE-Bagger besetzt

Es dürfte leider immer noch der Sohn eines verstorbenen Freundes sein, der die technische Instandhaltung dieser Bagger maßgeblich besorgt.

darüber in http://lowerclassmag.com/2017/08/voller-einsatz-gegen-braunkohle-ende-ge...

"Im Vorfeld wurde der Protest bereits kriminalisiert und es wurden marodierende Horden heraufbeschworen. Der Vergleich mit den „Krawallen von Hamburg„ scheint in diesen Tagen genauso unpassend wie ausgelutscht. Aber was war los an diesem Wochenende. Da wir nur die Möglichkeit hatten den Protest am Samstag zu begleiten, verzichten wir auf das Herbeizitieren von Pressemitteilungen und erzählen, was wir gesehen haben."

Bild des Benutzers fahrwax

(Dank für den Link zu Lowerclass an Jose)

Die Kids sind spitzenmäßig!!!

"Ende Gelände versetzt jedes Jahr Braunkohleregionen in ganz Deutschland in Aufruhr. Ob die Lausitz oder das Rheinland – über mehrere Tage bewirken tausende Aktivisten aus der ganzen Welt in ländlichen und sonst eher beschaulichen Gegenden Ausnahmezustände. Sie protestieren mit Blockaden, Erstürmungen und Demonstrationen gegen Kohleverstromung und für Klimagerechtigkeit. Sie haben Wut auf eine Gesellschaft, die aus ihrer Sicht zu wenig tut, um den Kollaps eines gesamten Planeten zu verhindern. Trotz dieser Wut werfen sie aber keine Steine, zünden Autos an oder bedrohen ihre Gegner. Die Ende Gelände-Aktivisten zeigen nicht nur in ihren Aktionen Friedfertigkeit, sondern auch darüber hinaus."

Weiterlesen: http://www.tim-lueddemann.de/

Bild des Benutzers fahrwax

Liebe Blockierer_innen, Unterstützer_innen und von-zuhause-Beobachtende,

hinter uns liegen einige bewegende Aktionstage und sechs Monate anstrengende und schöne Vorbereitungszeit. Kohle erSetzen! war eine kleine Idee, entsprungen in irgendeinem Wohnzimmer, weitergedacht auf einem Netzwerktreffen und groß geworden in vielen Stunden intensiver und inspirierender Arbeit.
Am Anfang stand der Gedanke, dass Ende Gelände in diesem Jahr nicht die einzige Aktion im Rheinland gegen Kohle sein soll und dass wir die Bewegung verbreitern wollen. Dass es notwendig ist, auch eine Aktion Zivilen Ungehorsams für Menschen anzubieten, die so etwas vielleicht noch nie gemacht haben oder die etwas anderes als Ende Gelände wollen. Der Gedanke war, mit vielen verschiedenen Aktionsformen solidarisch gegen den Energieriesen RWE und gegen ein System, das diese ausbeuterische Energieproduktion erst möglich macht, anzugehen.
Das haben wir getan. Mit euch gemeinsam ist es uns gelungen, alte Erinnerungen an den vielfältigen Castor-Widerstand wieder aufleben zu lassen, Begegnungen zwischen jungen und älteren Aktivist_innen zu ermöglichen und unsere Lebendigkeit vor die Tore dieses Kohlekraftwerks zu tragen.
Danke euch! Das war groß!

Inhalt:
1. Was ist passiert?
2. Presseresonanz und Fotos
3. Danke
4. Finanzen
5. Rechtliches
6. Nachbereitung
7. JunepA
8. Was du ab jetzt tun kannst

1. Was ist passiert?
Für alle, die nicht dabei waren ein kurzer Bericht, für alle, die dabei waren, ein kurzer Rückblick auf die Geschehnisse am vergangenen Wochenende im Rheinland.
Wir haben uns am Donnerstagabend im Zirkuszelt getroffen. Bei unserem ersten Aktionsplenum waren schon mehr als 100 Menschen dabei. Im Laufe des Freitags sind wir immer mehr geworden, und die Angebote zu rechtlichen Informationen und Aktionstrainings wurden gut genutzt.
Am Freitagabend ist die Fahrradgruppe aufgebrochen und am Samstagvormittag schließlich auch die vier anderen Blockadegruppen. Kurz bevor die Aktion los ging, gab es noch eine Menge Aufregung und wir mussten spontan auf kurzfristige Herausforderungen reagieren. Das haben wir aber gut geschafft, so dass wir um ca. 13.30 Uhr dann mit der Aktion beginnen konnten:
Die Zufahrten des Kohlekraftwerks Neurath waren blockiert.
Nicht alle Blockadegruppen sind ungestört zu ihren Aktionsorten gekommen und einige wurden zügig geräumt. Andere Blockadegruppen konnten stundenlang die Zufahrten zum Kohlekraftwerk blockieren, bis wir selbstbestimmt die Aktion am Abend beendet haben.
Insgesamt lässt sich sagen, dass wir – auch im Zusammenspiel mit den anderen Aktionen des Flächenkonzepts - den Betriebsablauf des Kohlekraftwerks stören und damit ein starkes Zeichen für einen konsequenten Kohleausstieg setzen konnten.
Mindestens genauso wertvoll ist die Tatsache, dass viele Menschen zum ersten Mal Zivilen Ungehorsam geleistet haben und wir damit einen Lernraum bieten konnten.

2. Presseresonanz und Fotos
Bei der Kohle erSetzen!-Blockade waren viele Medienvertreter_innen anwesend. Unter anderem die taz, zwei WDR-Filmteams, bewegungsinterne Journalist_innen wie graswurzel.tv, die Nachrichtenagentur dpa, lokale Zeitungen und ein ZDF-Filmteam.
Hier findet ihr unseren Pressespiegel: http://kohleersetzen.blogsport.eu/presse/medienecho/
Hier findet ihr Fotos von der Aktion: http://kohleersetzen.blogsport.eu/fotos-von-der-aktion/

3. Danke
Wir wollen diesen Newsletter auch noch mal nutzen, um uns herzlich zu bedanken: Es war großartig, dass wir als Vorbereitungsgruppe zu Anfang der Aktionstage Kohle erSetzen! in ganz viele verschiedene Hände legen konnten. Es sind immer wieder Menschen bei uns im Barrio vorbeigekommen, um uns ihre Hilfe anzubieten. Es wurden Banner gemalt, Autotouren übernommen, Megafondurchsagen gemacht, Treffen moderiert, Flipchartpapiere beschrieben und verantwortungsvolle Aufgaben übernommen. Wir sind begeistert darüber, wie gut es geklappt hat, dass Kohle erSetzen! unsere gemeinsame Aktion geworden ist und alle ihren Teil dazu beigetragen haben.
Danke an jede_n einzelne_n Aktivist_in und ein besonders großes Dankeschön an all die Menschen, die Aufgaben und Rollen übernommen haben!

4. Finanzen
Wie wir schon öfters betont haben: So eine Aktion kostet Geld. Aber wir haben am letzten Wochenende gesehen, dass aus verhältnismäßig geringen finanziellen Mitteln etwas Kraftvolles und Beeindruckendes erwachsen kann. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Wenn du von Kohle erSetzen! begeistert bist, dann wäre es großartig, wenn du uns etwas spenden könntest.
Kontoverbindung:
JunepA
IBAN DE59 4306 0967 2030 4204 40
BIC GENODEM1GLS

Verwendungszweck: Rheinland 2017
Falls Du selbst nicht kannst - frage Freund_innen und Verwandte, ob sie dadurch an deinem Engagement teilhaben wollen.

5. Rechtliches
Unser Ziel war es, bei Kohle erSetzen! die rechtlichen Konsequenzen möglichst gering zu halten. Zu einem großen Teil haben wir es geschafft, juristische Konsequenzen sogar vollkommen zu vermeiden. Von einigen Menschen wurden jedoch Personalien aufgenommen und ihnen wurde ein Verfahren, zum Beispiel wegen Nötigung, angedroht.
Hier sind noch mal die wichtigsten Punkte dazu:

  • Nur,weil dir ein Verfahren angedroht wird, heißt das noch lange nicht, dass es auch eingeleitet wird. Warte erst mal ab, ob da wirklich etwas kommt.
  • Hab keine Angst. Wir werden den Drohungen mit Solidarität begegnen. Du wirst nicht alleine gelassen, sondern bekommst vom Legal Team und von uns Unterstützung
  • Wenn du einen Brief von der Polizei bekommst, dann reagiere NICHT darauf. Bitte melde dich aber sofort beim Legal Team (legalteamfueralle@posteo.de) und bei uns (info@kohle-ersetzen.de).
  • Bitte schreibe so schnell wie möglich ein Gedächtnisprotokoll, in dem du ganz subjektiv schilderst, was wann geschehen ist. Behalte dieses Protokoll zunächst für dich.

Falls du noch weitere Fragen zu rechtlichen Konsequenzen hast, schick sie an info@kohle-ersetzen.de - wir sammeln Fragen und werden dann Antworten dazu veröffentlichen.

6. Nachbereitung
Bei der Aktionsnachbereitung im Camp waren 125 Leute. Wow!
Jedoch konnten wir in der Kürze der Zeit nicht auf alle Punkte gut und ausreichend eingehen. Deswegen gibt es hier noch mal einen kleinen Nachtrag:
Wenn du bei Kohle erSetzen! mitgemacht hast und Sachen erlebt hast, die dich jetzt noch bewegen, dann ist es gut, wenn du mit anderen darüber sprichst. Es ist ganz normal und überhaupt nicht verwerflich, wenn du noch viel an die Sachen denken musst, die dir am Wochenende begegnet sind - die guten und die schlechten.
Eine weitere und wichtige Möglichkeit, sich mit dem Erlebten auseinander zu setzen, ist das Gedächtnisprotokoll (siehe oben).
Wenn noch etwas in dir drückt und du etwas loswerden willst, dann kannst du das auch gerne an info@kohle-ersetzen.de schreiben. Beachte jedoch bitte, dass wir keine psychologische Nachsorge leisten können, wenn es dir richtig schlecht geht, wende dich bitte an Menschen in deiner Umgebung.
Abgesehen davon hoffen wir, dass die meisten Erinnerungen an das Aktionswochende gut und bereichernd für dich sind!

7. JunepA
Die Aktion Kohle erSetzen! wurde maßgeblich vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA) organisiert. Wir sind eine offene Gruppe, die anschlussfähige Aktionen Zivilen Ungehorsams organisiert und jungen Menschen die Möglichkeit geben möchte, ihren Widerstand sichtbar werden zu lassen.
Mehr Infos über JunepA gibt es hier: www.junepa.blogsport.eu
Wenn du unsere Arbeit gut findest und weiterhin aktiv sein möchtest, dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

8. Was du ab jetzt tun kannst


  • Erzähl anderen von der Blockade. Unsere Aktion lebt auch davon, dass viele Menschen drüber Bescheid wissen, was passiert ist.
  • Verbreite die Geschichten, Artikel, Bilder und Videos von Kohle erSetzen! zum Beispiel in sozialen Netzwerken.
  • Werde Teil von JunepA oder unterstütze uns.


Das hier war vorerst der letzte reguläre Newsletter von Kohle erSetzen!. Es kann aber gut sein, dass wir uns in den nächsten Wochen und Monaten noch ab und zu melden werden, wenn es Neuigkeiten gibt.
Noch ein mal ein großes Dankeschön an euch, ihr habt die Aktion so erfolgreich gemacht. Wir bleiben noch eine Zeit lang unter info@kohle-ersetzen.de erreichbar.
Der Rest liegt aber in eurer Hand:

Bleibt aktiv und ungehorsam, organisiert eigene Aktionen, zeigt RWE, dass Kohle erSetzen! erst der Anfang war.
Hoffentlich bis bald!

Kohle erSetzen!

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Kohle erSetzen! - Ungehorsam das Klima retten
Gewaltfreie Sitzblockade gegen Braunkohle (nicht nur) für Einsteiger_innen
24.-27.8.2017 im Rheinland
Website: www.kohle-ersetzen.de
Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/302119510235014/
Kontakt: info@kohle-ersetzen.de

Spenden: 
JunepA
IBAN DE59 4306 0967 2030 4204 40
BIC GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Rheinland