2 Sep 2017

Reisewarnung Türkei

Submitted by Heinz

In den Medien finde ich etliche Rufe nach einer Reisewarnung für die Türkei.

Hier beispielhaft ZDF Heute: Türkei: Ruf nach neuen Sanktionen - Reisewarnung?

Das geht nun schon seit Wochen und die Reisewarnung wird immer noch infrage gestellt. Die Reisewarnung der Koalition aus CDU/CSU/SPD läßt immer noch auf sich warten und ist inzwischen überfällig. Offensichtlich wartet Mamma Dilemma auf eine ALTERNATIVE. Die Alternative zum Nichts Tun ist eine Reisewarnung:

 

Alle Reisenden in die Türkei

 

tun das auf eigenes Risiko.

Kommentare

zumindest für deutsche bzw. schwedische menschen mit türkischen wurzeln:

"Dass sich Spanien zum Erfüllungsgehilfen der Türkei macht, hat das Land in diesem Sommer mit der Festsetzung von zwei Journalisten und Schriftstellern dokumentiert. Während es zum deutsch-türkischen Schriftsteller Dogan Akhanli, der kürzlich im südspanischen Granada festgenommen wurde, noch keine Neuigkeiten gibt, hat die Türkei nun aber den offiziellen Auslieferungsantrag für schwedisch-türkischen Journalisten Hamza Yalçin gestellt, der nun einen Monat im Gefängnis sitzt."

Warum wurde Spanien zum Handlanger der türkischen Regierung?

Die Frage: "Warum Spanien gerade jetzt zum Handlanger der türkischen Regierung wurde", wird derzeit gerne gestellt. Der deutsch-türkischen Schriftsteller meint, dass die türkischen Behörden Spanien wohl für ein Land halten, in dem das leichter zu erwirken sind. Für Akhanlı was das eine erschreckende Erfahrung, weil er gedacht habe, in europäischen Ländern in Sicherheit zu sein. "Das habe ich nicht gedacht, dass die Spanier mich an die Türkei ausliefern dürfen, obwohl ich Deutscher bin."

In Spanien ist das einfacher, weil man aus guten Gründen hier türkische Vorwürfe nicht prüfen will. Das hat sehr viel damit zu tun, dass Spanien genau das von anderen Ländern fordert, wenn es von ihnen verlangt, spanische Folteropfer nach Spanien zu überstellen. Wenige Länder verweigern sich dem, wie Belgien im Fall eines Basken.

Die Schweiz aber nicht und von den Eidgenossen fordert Spanien derzeit die Auslieferung der baskischen Journalistin Nekane Txapartegi. Das angebliche Mitglied der baskischen ETA – die ohnehin längst den Kampf eingestellt hat und entwaffnet ist -, wurde sogar vom Obersten Gerichtshof längst zum "minderschweren Fall" herabgestuft. Deshalb wurde die Strafe auf nur noch dreieinhalb Jahre gesenkt. "
https://www.heise.de/tp/news/Die-Tuerkei-fordert-Auslieferung-eines-schw...

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Es waren mal die Vier Freiheiten der EU,

 

  1. die Freiheit des Personenverkehrs,
  2. die Freiheit des Warenverkehrs,
  3. die Freiheit des Dienstleistungsverkehrs,
  4. die Freiheit des Zahlungsverkehrs.

Dann waren Personen nicht mehr frei
und es waren nur noch drei.

Die EU zerfleddert sich selbst.

 

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welchen Spagat die EU und insbesondere Deutschland in Sachen Türkei aufführen.

Bis zu einer gewissen Ebene, politisch wie großmedial darf das Gebaren der Türkei kritisiert, primär auf Erdogan fixiert werden. Darüber hinaus gilt dieser von der EU und insbesondere von Merkel propagierte, nach wie vor aktiv seiende Rückführungsdeal. Aktuell hört man dazu nichts, null - wie denn die Transporte so laufen; von den griechischen Inseln der Ägäis zurück in die Türkei. Und welche -bitteschön- überprüfbare Projekte mit den EU/Euro-Milliarden in der Türkei bislang realisiert sind.

Als Unterstützer des Projekts Sea-Watch ist mir aus relativ erster Hand bekannt, dass die Ankünfte von Flüchtlingen auf den griechischen Ägäis-Inseln seit Monaten steigen. Via anderer, seriöser Quellen (Telepolis etc.) ist zu lesen, dass sich nach wie vor zwischen 50.000 und 60.000 Flüchtlinge in Griechenland befinden; mit Sicherheit und vollumfänglich nicht mehr die gleichen wie vor ein oder zwei Jahren.

Und zum Gebiet des ehemaligen Libyen bedarf es wahrscheinlich keinerlei Reisewarnung ...

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Für Jackson Hole braucht offensichtlich keine Reisewarnung ausgesprochen zu werden, da war Hamburg gaaanz anders.

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Den Besuch von Jackson Hole.

Im Sommer 1994 sind wir im dortigen Best Western mal eingekehrt, ehe es am nächsten Tag weiter ging in Richtung Teton und natürlich Yellowstone. 2005 und geografisch ähnlich unterwegs, da haben wir JH ausgelassen, stattdessen den Grand Teton intensiver besucht, weiter nördlich dann auf einem Zeltplatz übernachtet.

Heute lese ich darüber nur noch sehr selektiv, beispielsweise diesen Text von Ernst Wolff.

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Wenn sich so wichtige Leute irgendwo treffen, sollte es (eigentlich) Straßenschlachten geben – mindestens!