6 Feb 2018

Die Kopfabschneider unter der türkischen Fahne

Submitted by fahrwax

Das Wahrheiten zumeist unter den ersten Kriegstoten auffindbar sind, ist eine Binse.

Wer erfundene gegnerische Gräueltaten verbreitet, bringt selbst Pazisfisten auf seine Seite.

Dieses Propaganda-Wissen hatte Hitler's Adolf ebenso in der Schatulle wie der Ökofuzzi Joschka Fischer.

 

Nun sind in Zeiten inflationärer Verbreitung von Propaganda die Grenzen zwischen der Schilderung realer Begebenheiten und der verlogenen Beeinflussung durch mediale Kriegsteilnehmer nicht wirklich leicht erkennbar. Der „embeddete“ Tschornalismus kennt viele Mittel und Wege der Beinflussung zur Produktion plakativer Feindbilder – darum sind seine Finanzierungsquellen als gesichert zu betrachten.

Wer sich in der Türkei, zu Zeiten der lukrativen Besetzung von syrischen Ölquellen durch den „Islamischen Staat“, am Ölschmuggel satt fraß war allein investigativen Organen zu entnehmen. Die kameradschaftlichen Beziehungen zwischen der BRD und der türkischen Spitze vermieden schon damals mediale Informationen zu den Reichtums-quellen des herrschenden Erdogan-Clans.

Kaum irgendwo waren auch von den damit verbundenen Waffen- und Materiallieferungen – der sorgfältige Pflege verwundeter Kopfabschneider in türkischen Krankenhäusern – etwas erfahrbar.

Gegen diesen verbrecherischen Clan gerichtete Korruptionsermittlungen in der Türkei wurden dort – der „Putsch“ erledigte alle Ermittlungen – zügig abgebügelt. Berichte dazu trafen in der Öffentlichkeit der BRD auf verschlossene Augen und Ohren.Niemand hier wollte der deutsche Waffen importierenden Absatzquelle - der NATO-Mitkrähe – auch nur ansatzweise zu nahe treten.

Das Böhmerman nicht geopfert wurde, verdankt er nicht den hier regierenden Höhrigkeiten, sondern einer empörten deutschen Öffentlichkeit.....

 

 

Die erfolgreiche deutsch-türkische Zusammenarbeit zur Flüchtlingsabwehr brachte weitergehende deutsche Schweigepflichten zum türkischen Sponsoring von (nicht wirklich Islam-Gläubigen) Kopfabschneidern mir sich. In regierenden Krähen-Kreisen gehört sich das einfach so – welche Krähe dürfte von den Leichen in befreundeten Glashäusern flöten?

 

Aber die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern, der türkische Staatserrorismus und sein geliebtes Kanonenfutter inklusive der (ach so) „Freien Syrischen Arme“ metzeln, bestens ausgestattet mit deutschem Mordinstrumentarium, alles was nicht bereit ist nach Deutschland zu flüchten:

 

Afrin: Der türkische Dschihad

„Der Terror der radikal-islamistischen Milizen der FSA

Die Türkei Erdogans scheint den Begriff "Dschihad" nicht als Anstrengung bzw. Kampf auf dem Wege Gottes zu verstehen, sondern als Auslöschungskrieg gegen Andersdenkende, Oppositionelle und Andersgläubige zu missbrauchen.

Besonders deutlich wird dies, wenn man die der türkischen Armee angegliederten Islamistengruppen betrachtet, die unter dem Namen "Freie Syrische Armee" mit IS-Methoden agieren. Wenn diese von Dschihad sprechen oder "Allahu Akhbar" rufen, dann meinen sie Terror.

Zwar ist nach der islamischen Völkerrechtslehre "die Tötung von Nichtkombattanten wie Frauen, Kindern oder Mönchen (sofern sie sich nicht am Kampf beteiligen), die Verstümmelung sowohl menschlicher als auch tierischer Leichen, Vertragsbruch, die unnötige Zerstörung fremden Guts sowie die Tötung von Geiseln" verboten, aber genau dies geschieht gegenwärtig.

Folterungen und Leichenschändungen an gefallenen kurdischen Kämpferinnen

Die Meldung über ein Video der Dschihadisten, das die Schändung einer getöteten YPJ-Kämpferin zeigt, die entkleidet ist, deren Brüste abgeschnitten wurden und deren Leiche von den Dschihadisten mit Olivenzweigen umrandet wurde, ist hiesigen Medien kaum der Rede wert. Allerdings kennen wir solche atavistischen, vorislamischen Praktiken auch bereits vom türkischen Militär im Umgang mit gefallenen Kämpfern der PKK.

Bei den türkischen Sicherheitskräften gibt es eine lange Tradition , verstörende Bilder von verstümmelten Leichen kurdischer Milizen im Internet zu teilen. 2015 wurden Bilder veröffentlicht, auf denen die Leiche des Schauspielers Haci Lokman Birlik, 24, gezeigt wurde, die von einem Behördenfahrzeug mit einem Strick am Hals in der südöstlichen Provinz Varto durch die Straßen geschleppt wird. Angeblich soll er eine Bombe am Körper gehabt haben, so die offizielle Begründung.

Die Fadenscheinigkeit wird schon bereits dadurch deutlich, dass es kontraproduktiv wäre, einen Körper mit einer Bombe durch die Straßen zu schleifen - es sei denn, man will mit einer Explosion Zivilisten auf der Straße treffen. Ebenfalls in Varto wurde die Leiche von Ekin Wan nackt öffentlich zur Schau gestellt.

In Lice wurden in den Bergen zwei Frauen der Guerilla exekutiert. Die Exekution wurde von den türkischen Soldaten gefilmt und mit dem Titel "Terroristen, die sich den führenden Kugeln ergeben haben, wurden von den Soldaten erschossen" mit Smiley versehen ins Netz gestellt."

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Kommentare

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Lieber Werner,
der Krieg beginnt hier, richtig. Jeder Waffenhersteller sollte nicht mehr schlafen können, einschließlich Regierung, die so etwas duldet. Ich wünsche der Frauenrevolution in Kurdistan einen Nachahmungseffekt in der gesamten islamischen Welt.

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Erdogan schwebt „Bevölkerungsaustausch“ in Syrien vor

"Zum anderen schwebt dem Präsidenten offenbar eine Art „Bevölkerungsaustausch“ in Syrien vor. In den vergangenen Tagen hat er mehrfach erklärt, dass die Offensive auch darauf ziele, in Afrin „die wahren Eigentümer der Region“ wieder anzusiedeln. Er behauptete, dass „die Kurden dort nicht die dominante Volksgruppe stellen“. Am 27. Januar sagte er zu Journalisten in Ankara: „Zuerst werden wir die Terroristen ausmerzen und dann die Region lebenswert machen. Für wen? Für 3,5 Millionen Syrer, die unsere Gäste sind.“ Anders, als Erdogan es darstellt, ist Afrin aber kurdisches Herzland. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass 75 bis 90 Prozent der Bevölkerung Kurden sind. Die Co-Verwaltungschefin Afrins, Hevi Mustafa, interpretierte Erdogans Äußerungen in einem Meinungsartikel in der „New York Times“ deshalb als „öffentliche Androhung einer ethnischen Säuberung“.

Am Wochenende wies die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) auf die möglichen Folgen hin. Es sei zu erwarten, dass die Zahl innersyrischer Flüchtlinge im Grenzgebiet von Idlib zur Türkei weiter steigen werde, erklärte der HRW-Sprecher Lama Fakih. Er warf türkischen Grenzsoldaten vor, Flüchtlinge aus Syrien gewaltsam am Grenzübertritt zu hindern oder sogar auf sie zu schießen. Die Türkei wies die Vorwürfe zurück."

http://www.fr.de/politik/syrische-fluechtlinge-abhaengig-von-erdogans-gnaden-a-1441605,0?GEPC=s3

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Elke Dangeleit berichtet via TELEPOLIS umfänglich über die weltweiten Solidarisierungen mit Afrin und die zahlreichen internationalen Aufforderungen an die Türkei ihren Krieg gegen die Kurden zu beenden.

Zumindest aus Schweden und Norwegen kommen endlich regierungsamtliche, zaghafte Signale an die türkische Adresse:

die schwedische Außenministerin sagte ihren Türkei-Besuch in zwei Wochen aus Protest ab - die Niederlande gehen einen Schritt weiter und ziehen ihren Botschafter aus der Türkei zurück, akzeptiert auch keinen neuen türkischen Botschafter.

Auch die miitärische Situation in Afrin hat sich dramatisch - zu Gunsten der Selbstverteidigung verbessert. Nach wie vor wird dort für Selbstbestimmung gestorben.

Mehr dazu via TELEPOLIS

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"Seit dem 20. Januar ist kein einziger Tag vergangen, an dem kurdische Aktivist*innen und Linke auf der ganzen Welt nicht auf den Straßen gewesen sind, um gegen die Angriffe der türkischen Armee in Efrîn (Nordsyrien/Westkurdistan) zu protestieren.

Das, was Erdoğan und seine gleichgeschaltete Presse als „Krieg gegen Terrorismus“ definieren, um sich selbst als Helden der Demokratie zu inszenieren, ist alles andere als ein Krieg gegen Terrorismus. Das müsste eigentlich jedem Menschen klar sein, der sich in den letzten Jahren auch nur ansatzweise mit dem Krieg in Syrien und dem demokratischen Projekt der Menschen in Rojava (Nordsyrien) beschäftigt hat.

Feindbilder für Erdoğans Machterhalt

Efrîn war seit Beginn des Krieges eine Region, die vom Krieg vergleichsweise verschont geblieben ist und in der die dortige Bevölkerung in Frieden versuchen konnte, basisdemokratische Rätestrukturen, Akademien, Kooperativen und Dörfer zu errichten. Ohne jegliche Grundlage versuchte die türkische Regierung in den letzten Monaten ein Feindbild zu erschaffen, um ihre Angriffe auf Kurd*innen und linke Oppositionelle, die Verhaftungswellen und Kriminalisierung aller Art zu legitimieren. Alles, was Erdoğan und seiner AKP nicht in den Kram gepasst hat, wurde als terroristisch erklärt. Dabei werden PKK, YPG, PYD, FETÖ und der IS in einen Topf geworfen. Letzteres müssen die türkischen Medien natürlich gezwungenermaßen erwähnen, um die Tatsache zu verschleiern, dass es die Türkei selbst gewesen ist, die die Truppen des IS finanziell, medizinisch und logistisch versorgt hat.

Kriminalisierung in der Bundesrepublik

Die Kriminalisierung gegenüber kurdischen Aktivist*innen hat sich währenddessen auch in Deutschland extrem verschärft. Seitdem sich der Krieg der türkischen Regierung gegen die kurdische Bevölkerung zugespitzt hat, hat auch die Bundesrepublik ihre Politik dementsprechend angepasst. Es wurden zahlreiche Slogans und Symbole verboten. Sowohl Fahnen der YPG und YPJ, Bildnisse Öcalans als auch Symbole von legalen Jugendorganisationen in Europa (Ciwanên Azad, Jinên Ciwanên Azad und die Studierendenverbände YXK und JXK) durften auf Demonstrationen nicht mehr gezeigt werden. Es kam zudem vermehrt zu Hausdurchsuchungen und Festnahmen von Aktivist*innen. Fast alle Großdemonstrationen in Deutschland wurden von der Polizei entweder gar nicht erst genehmigt, durch die Polizei gewaltsam angegriffen und aufgelöst oder auf andere Weise durch Verbote eingeschränkt oder verhindert.

Deutsche Waffen gegen die kurdische Bevölkerung

Doch was viele Kurd*innen in Deutschland nicht vergessen haben, ist vor allem die Tatsache, dass es damals wie heute deutsche Panzer und Gewehre sind, die die türkische Armee gegen kurdische Dörfer, Familien, Freund*innen und Genoss*innen einsetzt. Nicht umsonst werden seit den 90er Jahren bei jeder Demonstration Slogans wie „Deutschland finanziert, Türkei bombardiert“ oder „Deutsche Panzer raus aus Kurdistan“ gerufen. Erneut sind es deutsche Waffen, die heute in Efrîn gegen Kurd*innen, Êzîd*innen, Assyrer*innen, Araber*innen, Alevit*innen, Frauen und unzählige Minderheiten eingesetzt werden. In Zeiten wie diesen ist es umso erstaunlicher, dass der deutsche Staat und vor allem der rechtsgesinnte Rand der deutschen Gesellschaft es sich erlauben, diesen Demonstrant*innen gegenüber so unglaublich ignorant zu sein."

Quelle: https://anfdeutsch.com/aktuelles/der-krieg-in-efrin-und-die-deutsche-ignoranz-2363