20 Apr 2018

Quartalsauflagen - (fast) zweistellig abwärts ...

Submitted by ebertus

Drastisch, teilweise mit zweistelligen Minusraten geht es bei den auf Papier gedruckten, systemisch formierten Qualitätsmedien abwärts. Das mag man begrüßen, aber irgendwas stimmt da nicht ...


Der Spiegel verliert gleich mal 8,8 Prozent - und wird dann mit minus 12,6 Prozent sogar noch vom Stern unterboten (überboten?); seien hier als Einstieg nur mal die relevanten, ehemaligen Flaggschiffe des deutschen -embedded- Verlautbarungsjournalismus zu nennen.

Was mir, weil auch berufsbedingt über lange Jahre gern gelesen, etwas leid tut, das ist der Niedergang des c't-Magazins aus dem Heise-Verlag. Um deutliche 5,4 Prozent geht es dort abwärts und es mag nur (meine) Spekulation sein, welche Gründe dafür ebenfalls maßgebend sind: Die zunehmende politische Übernahme von telepolis  durch systemkonforme, antideutsche, transatlantisch-neoliberal eingebettete Autoren. Noch nicht so drastisch und so offen erkennbar wie bei der taz, aber eben tendenziell. Die überwiegende Zahl der Kommentare bei telepolis spricht dahingehend eine deutliche Sprache.

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Bei den Tages- und Wochenzeitungen ein ähnliches Bild, verlieren die verbliebenen Blätter des Springerverlages teilweise ebenfalls mit zweistelligen Prozentzahlen. Aber auch die Guten erwischt es, wenngleich und wie auch in den bisherigen Quartalen eher moderat. Auch die sich bislang gegen den Trend noch halbwegs halten könnende ZEIT muß diesmal einen Verlust von 2,9 Prozent hinnehmen.

Bei den Tageszeitungen gibt einmal mehr das Neue Deutschland (ND) den negativen Spitzenreiter, geht es dort um 7,1 Prozent abwärts. Die taz dagegen hält sich mit mit einem moderaten Verlust von 0,8 Prozent. Dabei war hier in einem anderen Blog für beide Zeitungen schon mal das Sterbeglöckchen zu läuten, von der taz gar selbst verkündet. Eine (meine) Erklärung gefällig?

Das ND ist nach meinem Eindruck im Umfeld der Linkspartei verankert, ist weitgehend auf Linie; und dürfte sich als faktische Parteizeitung auch aus anderen Quellen speisen, sich betriebswirtschaftlich noch eine Weile über Wasser halten können.

Die taz dagegen ist ein Genossenschaftsmodel mit -nachlesbar- gut 12.000 Zeichnern von Anteilen. Mal so als Spekulation: wenn jede natürliche Person unter den Zeichnern wenigstens ein Abo hält, die juristischen Personen vielleicht gar mehrere, wenn außerdem die für den Medienbereich relevanten Institutionen und Organisatitonen wie Bibliotheken, Hochschulen etc. auch alle wenigstens ein Abo unterhalten, dann kommen die via der IVW-Zahlen genannten 43.555 Abos und Einzelverkäufe schon fast zusammen. Die taz kocht aus dieser, meiner Sicht in sich selbst, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine Art Echokammer. Veröffentlichte Inhalte und die Mehrzahl der Kommentare dort könnten kaum noch weiter außeinander liegen.

Interessant, dass es nun beim Freitag wieder abwärts geht, um deutliche 5,1 Prozent. Hier meine schlichte Überlegung:

Als Ende 2016 bekannt wurde, dass Jürgen Todenhöfer gegen diverse interne Widerstände zum Herausgeber des Freitag berufen wird, so brachte eben dieser neue Herausgeber eine erhebliche Fangemeinde mit, schlug sich das eben auch in vielen neuen Abos nieder, gingen die veröffentlichten IVW-Zahlen in 2017 deutlich in die Höhe. Aber Todenhöfers Linie wurde nach meinem Eindruck weitgehend intern beim Freitag ausgebremst, ist dort eher eine weichgespülte taz-Linie das Maß der Dinge - redaktionell, wie auch in der verbliebenen Community.

Und Todenhöfer ist beim Freitag bereits wieder Geschichte ...

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Irgendwas stimmt da nicht ...

war eingangs in bekannter, verschwörungstechnischer Manier zu vermelden. Aus berufenem Munde (Springer Anwalt) ist zu erfahren, was eh klar war, tragen Bezahlmodelle "vielleicht mit fünf oder zehn Prozent zu der Gesamtfinanzierung bei", wird eben deswegen von Springer so ein intensiver Rechtsstreit gegen die sogenannten Werbeblocker geführt.

Wenn somit die ehemals eierlegende Wollmilchsau, die nach wie vor fast alles finanzierende Papierform immer mehr einbricht, dann müssten bei den Verantwortlichen eigentlich alle Alarmglocken läuten. Tun sie aber nicht, jedenfalls nicht erkennbar. Stattdessen und wie man lesen konnte, will die alte, neue GroKo die darbenden Verlage von den Rentenbeiträgen der offensichtlich fürstlich entlohnten Zeitungszusteller entlasten.

Und die Taschenspielertricks mit den sogenannten e-papers scheinen nach wie vor an der Tagesordnung zu sein, erfolgt in den aktuellen MEEDIA-Übersichten (im Gegensatz zu den vorherigen Quartalen) nicht einmal mehr der Hinweis auf diese Art kreativer Zahlenspielerei.

Immer d'ran denken: diese IVW-Zahlen werden von den Verlagen auf freiwilliger Basis herausgegeben.

 

Nachtrag 23.04.2018:

Mittlerweile sind auch die Zahlen für die regionalen Tageszeitungen eingetroffen. Beim Berliner Tagesspiegel, als einizige Zeitung in der Region, geht es minimal aufwärts (ansonsten teilweise zweistellig abwärts). So sollen es beim Tagesspiegel einmal mehr die sogenannten e-papers gerichtet haben, wie bei MEEDIA zu lesen ist. Ok, wer das glaubt, oder wenn es der Wahrheitsfindung dient - um mal mit Fritz Teufel zu sprechen.

Ansonsten alles so schön rot dort in der Liste der regionalen Tageszeitungen und es sei hier exemplarisch nur die Mitteldeutsche (MZ) genannt, wo es um 5,4 Prozent abwärts geht

Ansonsten, die Frankfurter Rundschau (FR) wird schon lange nicht mehr separat gelistet, hat gerade wieder mal einen Besitzerwechsel hinter sich und bei der gesamten RheinMainMedia (wo auch die FR mitgezählt wird), da geht es um 6,7 Prozent abwärts.


Wie bereits geschrieben bzw. vermutet. Irgendwas stimmt da nicht, müsste doch ansonsten flächendeckend der Pleitegeier kreisen.
 

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Überregionale Zeitschriften und Magazine

Überregionale Tages- und Wochenzeitungen

Regionale Tageszeitungen

Kommentare

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Zuerst einmal die wichtigtste Meldung

Gestern Mittag verkündete der BGH, daß Werbeblocker zulässig sind. Springer will jetzt vor dem Verfassungsgericht klagen.

Getürkte Statistiken

Bei den Auflagenzahlen sollten die Klicks bei den E-Medien und die Werbeeinnhmen gegengerechnet werden; die Statistiken der Printmedien allein sind schlichtweg getürkte Information. Die Welt als seriöses Blatt – z.B. wird von Springer schon immer subventioniert und wäre weder als Print, noch als Online lebensfähig – was sagt uns das?

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Antwort auf Heinz  zum Kommentar Getürkt auf hohem Niveau
 

warum Springer (und andere) so intensiv und so aggressiv gegen die Werbeblocker vorgehen.

Denn das ist vorerst deren last resort, weil ja, wie oben zitiert bzw. verlinkt, der tolle, nun endlich kommende Paycontent bestenfalls fünf bis zehn Prozent zur Finanzierung der Angebote beibringt; und sogar das -wie man immer mal wieder hört und liest- den zahlenden Abonnenten nicht vor der Werbung schützt - vor dem gläsern werden sowieso nicht.

Mehr und immer aggressivere Werbung - anstelle von Qualität, die doch angeblich ihr Geld wert ist ...

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Das (Urteil) hat natürlich auch hier zum Blog eine entsprechende Relevanz, wurde im Text kurz erwähnt bzw. verlinkt.

Die interessierten Kreise laufen bereits Sturm gegen das Urteil, welches im Grunde ja nichts anderes sagt und nun höchstrichterlich bestätigt, als dass der Konsument auf seinem Rechner (nach wie vor) entscheiden kann.

Und das Thema hat natürlich jenseits der Krokodilstränen sowohl eine global orientierte, als auch eine technische Seite. Schlimmstenfalls geht die genau diesen einen Werbeblocker anbietende Firma den Weg der Gerechten; und sucht sich als Basis ein Land außerhalb des formalrechtlichen Zugriffs von Springer & Co.

Rein technisch und eben jenseits der hierzulande ggf. hochgezogenen rechtlichen Hürden gibt es durchaus Alternativen zu dem Produkt der Firma Eyeo. Ich nutze beispielsweise als Standardtool "NoScript"; und Adblock Plus nur obendrauf, weil es manche, ansonsten anfallenden Konfigurationen vereinfacht. "NoScript" war in der Anfangszeit etwas aufwendig in der Konfiguration, hat sich das mittlerweile doch wesentlich entspannt.

Klar, der Browser spielt auch eine Rolle, ob ein Adblocker dort überhaupt zugelassen wird. Noch ist das möglich, aber bei Firefox (Mozilla) wäre ich mir nach jüngsten Meldungen über einen (Werbe)Deal mit Burda nicht mehr so sicher ...

Ok, ich nutze "Pale Moon" als Standardbrowser; auch so ein Teil weit jenseits des formalen deutschen Rechts.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Btw. Werbeblocker
 

Wer zu faul zum Denken ist, behauptet: «Das ist alternativlos – BASTA!»

Zu den Werbeblockern gibt es eine Alternative mit Linux.

IDOG hatte mir mal eine genannt, in der die AD-Grabber über die Konfiguration ins Nirvana geschickt werden. Das können die Klugscheißer der Werbeschleudern gar nicht abfragen, weil sie nicht an die Daten heran kommen.  Ich hatte mich dann doch für den Adblocker entschieden.

Das Privatfernsehen begnügt sich als Zentralmedium mit dem Verteilen von Werbung.

Die Staatsmedien begnügen sich als Zentralmedien mit dem Verteilen von politischer Indoktrination. Jüngstes Beispiel war die Bombardiereung von Syrien durch die USA, GB, F – das Berliner PolitPersonal hat applaudiert. Nun hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages verkündet, daß dies völkerrechtswidrig war. Meiner Meinung nach war das nicht nur völkerrechtswidrig, sondern gegen jegliche rechtstaatliche Ordnung.

Die Printmedien wollen nun den Stein der Weisen gefunden haben, indem sie nicht nur Werbung verbreiten, sondern auch gleich die Kunden NÖTIGEN, via Klick zu kaufen.

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......ist ein trautiger Fakt. Wenn dann auch noch Ralf Streck und Thomas Moser dort vergrault sind, bleibt nicht mehr viel Substanz.  - außer den Leserzuschriften.

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Antwort auf fahrwax  zum Kommentar Die Drift von Telepolis
 

die lesbaren Autoren bei Telepolis.

Neben den zwei von Dir genannten fällt mir spontan und zum alten/neuen Feindbild Russland auch Ulrich Heyden ein. Und auch der wurde nach meiner Erinnerung in einem ukrainekritischen Text von Chefredakteur Florian Rötzerschon mal an den Ohren gezogen, mit einer redaktionellen Anmerkung bedacht.

Keine Ahnung, welche Kräfteverhältnisse der Heise-Verlag bedient, aber beispielsweise zum nun burdakonformen Firefox, einem dahingehenden Jubelartikel fand der Schwerdtfegr die richtigen Worte.

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Antwort auf ebertus  zum Kommentar Es gibt sie noch,
 

mit deutschem Sprachpaket erfolgreich installiert - es fehlen mir nun noch diverse Bequemlichkeiten, kommt Zeit kommt Rat.....

Der Schwertfegr ist auch bereits als rss an Bord.

Nun schauen wir einmal.

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Lieber Bernd,
ich sehe dahinter auch die gesellschaftliche Stimmung im Land. Ebenso wie die Zustimmung zu den ehemaligen Volksparteien sinkt, werden auch die Quartalsziffern zu Mainstreammedien weiter sinken. Das ist m. E. ein klarer Ausdruck des Zweifels an der bisherigen vorherrschenden Form des deutschen Parteienstaates. Dahinter könnte Positives wie Negatives stecken. Ich bin gespannt, ob in dieser Legislaturperiode so etwas wie eine neue APO entsteht, die ja unterschwellig internetmässig bereits im Kern vorhanden ist, leider hauptsächlich im Bereich der Neuen Rechten.
LG, Hermann

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Antwort auf costa.esmeralda  zum Kommentar Rückgang der Quartalszahlen
 

"... leider hauptsächlich im Bereich der Neuen Rechten."

Das ist wohl richtig, werden von den sogenannten Neuen Rechten die von (ehemals) Linken freiwillig verlassenen Meinungsräume eines alternativen Denkens besetzt. Das mag man kritisieren, scheint mir aber eine schon seit Platons Höhlengleichnis dokumentierte Eigenschaft des Menschen zu sein; der Versuch eines Blickes über den Tellerrand (aus der Höhle).

Werten muß man das Ergebnis nicht einmal, aber zumindest konstatieren, dass es so ist.

Und nach dem Konstatieren müsste eigentlich die möglichst ergebnisoffene Ursachenforschung beginnen. Aber genau die erfolgt leider nicht, nach meinem Eindruck sehr bewußt nicht. Es beleidigt immer wieder die mir dankenswerter Weise verbliebene Restintelligenz, wenn eher subtil denn offen und  nicht wenig penetrant von staatsmedialer Seite verkündet wird, dass die Neuen Rechten in schon beinahe inflationärer Größenordnung einfach so da sind, über uns Gute gekommen sind.

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"Die Bundesjustizministerin setzt sich für eine Pluralismus-Pflicht in sozialen Netzwerken ein."

Die Betonung liegt für mich hierbei auf dem Begriff von der "Pflicht", inhaltlich und wenn mann den "Pluralismus" ernst nimmt, gerade das Gegenteil von dem, was der mediale Mainstream an Formiertheit, an informeller Gleichschaltung darbietet.

"Als Beispiel nannte sie Berichte über Flüchtlinge oder Themen aus der Geschlechterdiskussion. Vorstellbar sei hier ein „Pluralismusgebot

Hervorhebung von mir!

Aber so pauschal, so konkret dürfte das von der Ministerin wohl nicht gemeint sein. Wenn also, und ich übertreibe da nur wenig, sich bei Facebook eine Gruppe von Homosexuellen etabliert und ihre Themen aus eben homosexueller Sicht diskutiert, dann müßte Facebook gemäß der Justitzministerin in die Pflicht  genommen werden, den schwulen Menschen dort immer mal wieder einige Artikel in die Timeline zu spülen, in denen das Tolle an der christlich orientierten Heterosexualität hochgehalten wird.

Irgendwie verrückt, aber es wird dann wohl auch Ausnahmen von dieser Pluralismus-Pflicht  geben müssen ...

Antwort auf ebertus  zum Kommentar Auch interessant
 

hab mal eine nachfrage zum verständnis ...

homosexuelle SIND doch plural - selbst wenn sie ein monokausales thema diskutieren - was doch sehr legitim ist durch den schwerpunkt des fokus ... jedoch ist JEDE fundamentale überstruktur/betonung abzulehnen ...

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Antwort auf marie  zum Kommentar @bernd
 

Ja, das verstehe wer will ...

Und daher schrieb ich: "irgendwie verrückt", weil es doch ausschließlich im Auge des Lesers liegt, was er/sie als

fundamentale überstruktur/betonung  ansieht bzw. versteht.

Antwort auf ebertus  zum Kommentar zum verständnis ...
 

warum soll ein monokausales computer - auto- oder sonstiges blog ... nun auch noch über ANDERE themen schreiben und diskutieren ... wobei natürlich eine personengruppe (schwule oder auswanderer - oder was auch immer) nicht ein computer oder ein anderes ding sind (jedenfalls NOCH nicht;)

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Habe gerade oben im Blog einen Nachtrag zu den regionalen Tageszeitungen eingestellt und dann natürlich ab Ende verlinkt. Wer zu dieser Tabelle, den einzelnen Regionalzeitungen weitere Infos beusteuern kann, der möge dies bitte hier tun.

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Trotz der im Blog angegebenen, via MEEDIA verlinkten minus 8,8 Prozent spielt das Orchester auf der Spiegel-Titanic.

In einem langen Blogbeitrag und seit Anfang des Jahres wohl von Stefan Plöchinger begleitet macht nun der Mai, vielleicht auch der Juni, oder der Juli alles neu, spült neue Hoffnung durch alte Schläuche. Viel Geschmuse und Verneigung vor den loyalen Lesern; die ja nun wohl mehrheitlich eher Lifestyle lesen möchten. Zitat eines eher fiktiven, loyalen, lernbereiten (naiven?) Konsumenten:

"Ich leiste mir das dann. Ich will am Wochenende was Gutes lesen. Ich kaufe mir das nicht für den schnellen Überblick. Ich will da was verstehen."

Fragt sich, wer hier wen auf den Arm nehmen will ...

Die aufgesetzte, angesagte Sprache nebst der Flipcharts, der Trigger und anderem -wir haben verstanden- Beiwerk etc. erinnert mich an eigene Berufserfahrungen in solchen zum gefälligen Mithampeln aufgestellten Projektteams; allerdings liegen diese schönen, oft zm Schmunzeln anregenden Zeiten bei mir bereits mehr als zehn Jahre zurück.

Da hat sich insofern, was den folkloristischen Overhead angeht, kaum etwas geändert.

Beinahe zwischen den Zeilen untergegangen ist der auch hier im Blog erwähnte, nicht unwesentliche Hinweis auf die e-papers, die sogenannten Digitalabos beim Spiegel.

"Zwar kann man Auflagen und Preise nicht 1:1 multiplizieren, weil rabattierte und Print-Digital-Kombi-Angebote in der Auflage enthalten sind, teils bis zur Hälfte wie bei uns. Aber klar ist: Für alle Titel sind simpel gestrickte digitale Abo-Modelle inzwischen der wichtigste Wachstumsbringer."

Die Bordkapelle auf der Titanc eben ... Und wenn ich das richtig verstehe, so sind rund 50 Prozent dieser digitalen Abos nicht wirklich stand-alone, sondern bislang mit einem minimalen Aufpreis zum Printabo hinzugekommen; sind ggf. auch noch rabattiert. Die Werbewirtschaft wird das in Sachen der gewünschten bzw. erreichbaren Zielgruppe wissen; oder mit Interesse lesen.